Mitgliederversammlung der Senioreninitiative im Kreis Heinsberg

Senioren auf dem Land : Ältere Menschen im Alltag besser unterstützen

Senioren auch in ländlichen Regionen bestens unterstützen und ihnen den Alltag erleichtern. Das ist das Ziel der Arbeitsgemeinschaft Senioreninitiative im Kreis Heinsberg.

Nun hatte die Arbeitsgemeinschaft zur Mitgliederversammlung ins Kreishaus eingeladen.

Unter dem Vorsitz von Heinz-Peter Benetreu berieten die Mitglieder unter anderem das Thema „Mehr Hilfsangebote für ältere Menschen auf dem Land“ mit dem Ziel, das Ergebnis der Beratung als Vorschlag zu weiteren Behandlung in den Beirat für Generationenfragen beim Kreis einzubringen.

Die Senioreninitiative besteht seit dem Jahr 2003. Zu den Mitglieder zählen die Senioreninitiative Erkelenz, Senioren aktiv im Kreis Heinsberg, die Katholische Kirche – Region Heinsberg, die Caritas der Region Heinsberg und die Arbeiterwohlfahrt Kreis Heinsberg, VdK des Kreises Heinsberg, DRK Kreisverband Heinsberg, KAB Bewegung 60 Plus Bezirk Heinsberg sowie die Seniorenvertretungen der Parteien CDU, SPD und Grüne, DGB Kreisgruppe Heinsberg, Senioren der Gewerkschaft der Polizei - Kreisgruppe Heinsberg, Runder Tisch für Senioren in Erkelenz sowie der Seniorenbeauftragte im Kreis Heinsberg.

Klaus Steingießer (CDU-Senioren) führte in das Thema mit einem kurzen Referat ein. Die Senioreninitiative hat das Ziel, Menschen dabei zu unterstützen, so lange wie möglich ein selbstständiges Leben in den eigenen vier Wänden zu führen. Das scheitere jedoch im ländlichen Raum oft an der fehlenden Hilfe im Alltag, so dass ein Heimaufenthalt dann doch notwendig werde.

Steingießer verwies auf die wichtigsten Gründe für einen Wechsel ins Altenheim. Für mehr als 50 Prozent der Menschen sei der gesundheitliche Zustand der entscheidende Grund. Als weitere Gründe benannte er ein fehlendes soziales Netzwerk und die damit verbundene Vereinsamung und eingeschränkte Mobilität, fehlende Barrierefreiheit der bisherigen Wohnung und – im Falle einer notwendigen Pflege – die Überforderung der helfenden Kräfte. Ergänzend käme noch die Situation einer fehlenden Infrastruktur im öffentlichen Personennahverkehr hinzu.

Erschwerend für ein selbstständiges Leben in den eigenen Räumen seien zudem die fehlenden Geschäfte in den Dörfern und die langen Wege zu den Banken. Abhilfe könne nach Vorstellung der Senioren-CDU das Modell der „Gemeindeschwester“ sein, die für Senioren eine wichtigen Kontaktperson sein könne.

In der anschließenden Diskussion kristallisierten sich folgende Anforderungen für die Position der  „Gemeindeschwester“ (als Synonym für einen Ansprechpartner alleinlebender Senioren) heraus: – der Ansprechpartner sollte in jeder Kommune vorhanden sein; seine Aufgabe sollte Beratung, Zuhören und Vermittlung von Hilfen sein; die Trennung von Pflege und Beratung sei zu beachten.

Die Mitglieder der Senioreninitiative möchte das Thema nun in den Beirat für Generationenfragen einbringen und für das Modell der Gemeindeschwester werben.

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