Mit der Maurerkelle „Werte geschaffen“

Baugewerbe-Innung : Mit der Maurerkelle „Werte geschaffen“

Unter dem Motto „Wir schaffen Werte“ haben die Auszubildenden der Heinsberger Baugewerbe-Innung sich im Rahmen eines praktischen Projekts erneut sozial engagiert.

Für den Schulhof der Sonnenscheinschule schufen 13 angehende Maurer im dritten Ausbildungsjahr sechs über zwei Meter hohe Klinkersäulen sowie dazwischen seitlich und im hinteren Bereich kniehohe Mauern, aus denen jetzt eine begrünte Pergola entstehen soll.

Fünf Tage lang schufteten sie am Rande des Schulhofs und wurden dabei allseits bestaunt, wie Schulleiter Thomas Heinrichs in seiner Begrüßung schmunzelnd erklärte. „Die sind aber nett“, hätten die Kinder gesagt. „Mensch die sehen aber gut aus“, habe der Kommentar die Kolleginnen gelautet. „Männer, das habt ihr toll gemacht!“, fügte er selbst hinzu, bevor der Schulchor ihnen nach großem Jubel und Applaus unter Leitung von Harald Pelzer ein weiteres Ständchen brachte.

Entstanden sei die Idee zu dieser Pergola im Kontakt mit Maurer- und Betonbauermeister Volkmar Reitzenstein aus Erkelenz, Mitglied im Vorstand der Innung, und Karsten Knoben, Leiter des Heinsberger Amts für Gebäudewirtschaft, der eine solche Pergola in Düsseldorf gesehen habe, erzählte Heinrichs weiter. Bei solchen Aktivitäten könne man Lehrlinge an Arbeiten heranführen, die sie sonst eher selten machen würden, so der stellvertretende Obermeister Konrad Cranen. Zugleich sei eine solche Aktion aber auch Gelegenheit, für den facettenreichen Beruf im Bauhandwerk zu werben und junge Menschen für eine Ausbildung zu gewinnen, ergänzte Johannes Willms, Geschäftsführer der Kreishandwerkerschaft.

Unterstützt wurden die Auszubildenden der Innungsfachbetriebe und Schüler des Berufskollegs Geilenkirchen von Meistern aus dem Bildungszentrum (BGZ) der Handwerkskammer in Simmerath und von Lehrern des Berufskollegs Geilenkirchen. Ein besonderer Dank ging darüber hinaus an Maurermeister Leonhard Wambach aus Waldfeucht, der bei der Aktion ebenfalls geholfen hatte.

Wenn das Werk einmal vollendet sei, biete die Pergola einen schattigen Sitzplatz, sprach Bürgermeister Wolfgang Dieder von einer „schönen Aufenthaltsqualität“. Er dankte den Auszubildenden, sagte ihnen eine kleine Unterstützung für eine Feier zu und ging dann noch einen Schritt weiter: Im Auftrag der Stadt soll jetzt für die Pergola nicht nur die Holzkonstruktion entstehen, die von den Säulen getragen wird und eine weitere für Sitzflächen auf den Mauern.

Vielmehr sollen zwei weitere Säulen gebaut und die Pergola bis zum Ende des Schulhofs erweitert werden, wodurch die Schule quasi ein grünes Eingangstor erhält. Der Bitumenbelag im Bereich der Pergola soll durch einen Belag aus Pflastersteinen ersetzt werden.

Flasche eingemauert

Nachdem bereits eine Flasche mit einem Foto der inzwischen abgerissenen, alten Sonnenscheinschule eingemauert worden war, folgte eine zweite mit einer Dokumentation aller Beteiligten an dem Projekt. Unter dem Schild zum Projekt waren zuvor schon zwei Klinkersteine aus der alten Schule verewigt worden.

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