Hilfe, die in Bolivien ankommt: Missionskreis lädt zum Bolivien-Basar ins Pfarrheim

Hilfe, die in Bolivien ankommt : Missionskreis lädt zum Bolivien-Basar ins Pfarrheim

Der Missionskreis der Pfarrgemeinde St. Hubertus Kirchhoven, der seit über 30 Jahren die Arbeit von Schwester Christa für die Ärmsten der Armen in Santa Cruz in Bolivien unterstützt, lädt am 26. und 27. Oktober wieder zu seinem Basar ins Pfarrheim ein.

Die aus Waldfeucht stammende Arenberger Dominikanerin wird auch dieses Mal wieder persönlich für zwei Tage in Kirchhoven zu Gast sein. Inzwischen 89 Jahre alt, ist heute nicht mehr selbst in Bolivien, sondern engagiert sich im Mutterhaus ihres Ordensgemeinschaft in Koblenz per Computer für das Projekt in Santa Cruz. Vor Ort hätten inzwischen verlässliche, bolivianische Schwestern die Arbeit übernommen, sagt sie.

Der Basar beginnt am Samstag, 26. Oktober um 14 Uhr mit einer Cafeteria. Ab 18 Uhr gibt´s Zwiebelkuchen und Federweißen. Der Sonntag, 27. Oktober, beginnt um 9 Uhr mit einer heiligen Messe, in der Schwester Christa predigen und vom Projekt in Santa Cruz berichten wird. Ab 11 Uhr hält die Küche im Pfarrheim Erbensuppe bereit und ein Pudding-Buffet. Die Cafeteria öffnet wieder um 14 Uhr. Weiter im Angebot für den guten Zweck sind an beiden Tagen selbstgemachte Liköre, Marmeladen und Plätzchen, frisches Obst, eingelegtes Gemüse und Monschauer Senf, Herbststräuße sowie Deko- und Geschenkartikel, Fotokalender, handgestrickte Wolldecken und Socken und vieles mehr. Eine Verlosung, deren Erlös ebenfalls für das Projekt von Schwester Christa gedacht ist, rundet das Angebot ab.

 Wie Schwester Christa berichtet, besuchen aktuell 1700 Kinder die Schule der Dominikanerinnen in Santa Cruz, 190 weitere Besucher zählt der Kindergarten. 400 Kinder bleiben täglich zum Mittagessen. Aktuell engagiert sie sich mit den Schwestern vor Ort um die Anerkennung für eine Schule für Kinder mit Behinderungen. Die Regierung habe dies zugesagt, aber erst dann, wenn 100 Kinder aufgenommen seien. Derzeit würden schon über 60 Kinder betreut, schreibt die Schwester in einem Brief an den Missionskreis. Derzeit habe man begonnen, sechs neue Klassen zu bauen und benötige dafür jetzt noch die entsprechende Möblierung.

Noch größere Sorgen bereiten aber auch ihr derzeit die Waldbrände im Amazonasgebiet. „Man ‚schmeckt‘ den Rauch bis nach Santa Cruz“, schreibt sie. Viele Tiere seien in den Flammen umgekommen, aber auch Helfer und Kinder. „Ganze Dörfer müssen evakuiert werden, weil man nicht mehr atmen kann und das Wasser verseucht ist.“ Die Kirche helfe da in ganz besonderer Weise. „Die Schwestern kümmern sich, wo sie nur können.“ Viele Familien hätten ihre gesamte Existenz verloren. Die Kinder seien traumatisiert, „haben die aushohen Flammen vor Augen und die Schreie der Tiere in den Ohren“, schreibt sie. Daher versuche man, sie zeitnah einzuschulen und ihnen auch durch den Kontakt mit anderen Kindern zu helfen.