Matzerath spendet für ambulanten Kinder- und Jugendhospizdienst

Martinsmarkt : Ein kleines Dorf mit großem Herz

Dass man gemeinsam stark ist, beweisen alljährlich die Bewohner des beschaulichen Dorfes Matzerath. Bereits seit 2003 veranstalten Matzeraths Bürger während der Herbstzeit den Martinsmarkt. Die Erlöse, die innerhalb dieser Zeit erwirtschaftet wurden, fließen alljährlich dem Ambulanten Kinder- und Jugendhospizdienst e.V. Region Aachen zu. Nun kamen 17.600 Euro zusammen.

In diesem Jahr lautete das Motto des Martinsmarktes „Matzerath in Aktion – Ein kleines Dorf mit großem Herz“. Es gab ein Rekordergebnis. Stolze 17.600 Euro waren es, die nach dem Kassensturz als Erlös verbucht werden konnten. Einschließlich dieses Betrages sind es damit 131.501,91 Euro, die seit dem Start der Veranstaltung an den Kinder- und Jugendhospizdienst übergeben werden konnten. Mit Stolz weist Nicolai Moll, einer der Hauptinitiatoren dieses Martinsmarktes, darauf hin, dass sich die gesamte örtliche Bevölkerung für diesen Zweck begeistern lässt und ein unglaubliches Engagement an den Tag legt. „Doch nicht nur die örtliche Bevölkerung, auch die Mitglieder der Matzerather Feuerwehr sind alljährlich mit von der Partie und greifen dort ein, wo Hilfe erforderlich ist“, dankt Moll all denjenigen, die sich seit Jahren erfolgreich und zum Wohle dieser guten Sache engagieren. „Wo wären wir, wenn die Frauen unseres Dorfes nicht mit ihren Kuchenspenden für eine schier unüberschaubare Cafeteria sorgen würden?“ Zudem: Unter anderem das Erkelenzer Prinzenpaar hatte es sich nicht nehmen lassen, mit einer stolzen Summe zum Gelingen beizutragen.

Insgesamt hatte es in diesem Jahr 75 Verkaufsstände und Händler rund um die Matzerather Kapelle gegeben. Auch das Bühnenprogramm hatte es in sich: Neben den St.-Rochus-Musikanten, den Mennekrathern oder den Beets’n’Berries, die allesamt ohne Gage auftraten, sorgten etwa Tanzgruppen von La Vida Loca oder Morgentau für ein abwechslungsreiches und unterhaltsames Bühnenprogramm.

Albert Kattwinkel, Vorstandsmitglied des Deutschen Kinderhospizvereins, zeigt sich hocherfreut über das gewaltige Engagement der Matzerather Bevölkerung. „Ein Dorf mit nicht einmal 400 Einwohnern, und dann solch ein unglaubliches Ergebnis? Da muss ich mich einfach nur respektvoll tief verneigen.“

(gp)