Marleen Hansen stellt am Franziskanerplatz aus

Pro-Arte-Ausstellung : Die lebendigen Farben des Herbstes

Die niederländische Künstlerin Marleen Hansen stellt bei Pro Arte am Franziskanerplatz aus. Anhand von rund 40 Gemälden kann der Betrachter bei der Ausstellung „Begegnungen“ die Entwicklung der Künstlerin nachverfolgen und ihren Intentionen auf den Grund gehen.

Die Künstlerin ist gelernte Kindergärtnerin und hat auch in einer Werbeagentur gearbeitet, bevor sie sich Ende der 90er Jahre ganz der Kunst widmete und diese auch als diplomierte Lehrerin für Zeichnen und Malen an andere vermittelt. Ihr Atelier betreibt sie in einer alten Mühle in St. Odilienberg.

Als Künstlerin hat sie längst europaweit auf sich aufmerksam gemacht und ist schon mit zahlreichen Preisen ausgezeichnet worden. Der Pro-Arte-Vorsitzende Willi Arlt lernte Hansen auf einer Ausstellung kennen, und schnell war die Idee geboren, eine Ausstellung in Erkelenz zu machen, wo der Kunstförderkreis am Franziskanerplatz eine Galerie betreibt. Zur Eröffnung kam die Künstlerin mit einem Tross von Freunden und einem niederländischen Fernsehteam, das eine Dokumentation über sie dreht.

Bürgermeister Peter Jansen, der mit seiner Kollegin Astrid Wolters zur Eröffnung gekommen war, hob das Engagement des Förderkreises hervor, der ohne städtische Unterstützung ein kulturelles Angebot in Erkelenz präsentiere. Beim Rundgang durch die Ausstellung sei ihm vor allem die lebendige Farbigkeit der Bilder aufgefallen, in der sich auch die lebendigen Farben des Herbstes widerspiegelten.

Auf Hansens Umgang mit Farben ging auch Hans Dieter Wilms ein, der in seiner Eröffnungsrede auch auf die figürliche und teils abstrakte Arbeitsweise der Malerin einging. Mit jeder Schicht Farbe, die sie bei den Bildern aufträgt, setze sie immer mehr Emotionen frei.

Auch Harry Jansen, der seit 40 Jahren mit der Malerin verheiratet ist, wusste liebenswerte Details über das Zusammenleben mit ihr und ihre Arbeitsphasen beizusteuern. Bezeichnend sei auch ihr Perfektionismus, der sie antreibe. Sandra Klein von Pro Arte steuerte ein Gedicht bei, das durch eines der Bilder Hansens inspiriert war. „Verlockend steht vor dir die leere Wand, du spürst, die Veränderung liegt in deiner Hand“, hieß es in Kleins Gedicht treffend. Für den musikalischen Teil des Abends sorgte die Band Heiermann Hunters. Die Hardrocker zeigten, dass man dem Publikum auch unplugged gut einheizen kann.

Die Ausstellung „Begegnungen“ in der Pro-Arte-Galerie am Franziskanerplatz ist jeweils sonntags am 10., 18. und 25. November von 11 bis 18 Uhr geöffnet. Der Eintritt ist frei.

(hewi)