Hückelhoven-Baal: Markt am Nordstadion: Neue Perspektiven für Kunden und Kicker

Hückelhoven-Baal: Markt am Nordstadion: Neue Perspektiven für Kunden und Kicker

Seit Monaten schon müssen die Baaler weite Wege fahren, um sich mit dem täglichen Bedarf an Lebensmittel einzudecken: Der Nahversorgungsmarkt am Pastor-Bauer-Platz hat dicht gemacht. Es sieht aber ganz so aus, als könnten die Baaler noch in diesem Jahr wieder am Ort einkaufen.

Da, wo die örtlichen B-Ligakicker heute noch Toren und Punkten nachjagen, soll ein Discounter („netto“) auf rund 1000 Quadratmetern Verkaufsfläche sein Sortiment anbieten: Auf dem Gelände des Nordstadions am Richard-Skor-Weg soll ein Supermark entstehen. Der Bauausschuss hat dafür jetzt grünes Licht gegeben.

Erste Überlegungen der Stadt, im alten Gebäude im Ortszentrum einen Lebensmittelmarkt anzusiedeln, hätten sich schnell zerschlagen, sagte Dr. Achim Ortmanns, der Technische Beigeordnete der Stadt, im Ausschuss: „Das Gebäude ist für eine Nahversorgung heutiger Prägung nicht geeignet.“ Außerdem sei der Eigentümer zwischenzeitlich in die Zwangsversteigerung „gerutscht“.

Man habe sich intensiv um andere Standorte bemüht, dabei zunächst auch eines „weiter den Berg hoch“ ins Auge gefasst. Dieser Gedanke sei aber schnell wieder verworfen worden, da das Gelände „nicht zentrumsnah genug“ gewesen sei. So ist man auf das Areal „Nordstadion“ gekommen.

Und was wird dann aus den Sportlern des SV Baal? Immerhin wird auch das Vereinsheim auf dem Sportplatzgelände dem Nahversorgungsmarkt zum Opfer fallen. „Wir haben“, sagt Dr. Ortmanns in der Ausschusssitzung, „schon einen neuen Standort für den Sportplatz im Blick. Das ist mit dem Verein in Vorbereitung; wir müssen dafür allerdings noch Grundbesitz erwerben.“

2015 fertig

Ähnlich wie schon in Brachelen praktiziert, ist es durchaus möglich, dass die Baaler demnächst auf einem Kunstrasenplatz trainieren und um Punkte kämpfen können. Und ein neues Vereinsheim bekommen sie noch dazu — ganz ohne Eigenleistungen erbringen zu müssen. Als Termin für den Baubeginn und die Fertigstellung der neuen Sportanlage nannte Bürgermeister Bernd Jansen in der Sitzung das Jahr 2015. Kein schlechter Deal also.

Bevor man sich in dem neuen Discounter mit Konserven, Obst und sonstigem Allerlei versorgen kann, müssen die Männer vom Bauhof der Stadt allerdings noch einiges an Erdarbeiten bewältigen: Der Hang hin zur B 57 wird, nachdem das Sportlerheim abgerissen ist, abflacht, so dass der neue Markt von der Krefelder Straße aus bequem und sicher mit dem Pkw erreicht werden kann. Dafür wird in Richtung Erkelenz hinter der Unterführung eine Linksabbiegespur eingerichtet. Außerdem muss auch ein Gehweg eingerichtet werden. Dazu wird der Richard-Skor-Weg erweitert.

(kalauz)