Wassenberg-Effeld: Marc I. und seine Frau Sarah besteigen den Narrenthron der Kaffeemänn

Wassenberg-Effeld : Marc I. und seine Frau Sarah besteigen den Narrenthron der Kaffeemänn

Nicht nur die berühmte Kaffeekanne auf seinem Zepter schwingt der neue Prinz von Effeld, sondern auch den Kochlöffel, den er sich als gelernter Koch zudem als Orden gewählt hat. Herrscher der Effelder Jecken ist Marc I. (Ohlenforst), der die KG Effelder Kaffeemänn zusammen mit seiner Frau Sarah repräsentiert.

Wie immer war bis zum Ende des traditionellen Kaffeeklatschs im Bürgerhaus auf dem Martinusplatz geheim geblieben, wer die neuen Tollitäten sind, die Präsident Pascal Schüren dem begeisterten Publikum in der vollbesetzten Halle vorstellte.

Prinzessin Sarah stammt aus Ostdeutschland in der Nähe von Leipzig, lebte dann einige Zeit in Haaren, „bevor sie letztendlich vor wenigen Jahren von Marc auf die richtige Seite der Rur, ins Golddorf Effeld, geholt wurde“, betonte Schüren. Nicht viel sagen musste er zu Prinz Marc, den er noch lieber Mo I. nannte. „Ihm wurden schließlich die karnevalistischen Bööschkes Gene in die Wiege gelegt“, scherzte Schüren mit Blick auf Vater Berthold im Elferrat: „Ein absolutes Urgestein in der Bütt!“ 24 Jahre habe es gedauert, bis nach Prinz Berthold mit seiner Angela nun der nächste Prinz aus dem Hause Bööschkes proklamiert werden könne. Anton, der gerade ein Jahr alte Sohn des Prinzenpaares, könne ja dann in weiteren 24 Jahren, im Jahr 2042, den Narrenthron besteigen, wünschte sich der Präsident.

Es folgten die berühmten elf Paragrafen des Prinzen, die Marc I. von seiner Papierrolle verlas, die natürlich auch von gleich vier Kochlöffeln gehalten wurde. Da gab es Anweisungen an die Nachbarn oder an den Vater, doch demnächst größere Gläser fürs Bier bereitzuhalten. Die Wasserskibahn solle mangels Pächter künftig von den Effelder Vereinen betrieben werden, forderte er und kündigte an, das im vergangenen Jahr ausgefallene Frauenfestival nachholen zu wollen. An einem weiteren Grenzübergang in die Niederlande sollten künftig die Kaffeemänn als Zöllner agieren. Für den demnächst sanierten Martinusplatz könnte sich Prinz Marc zudem einen Schlemmermarkt vorstellen: „Kulinarische Stunden sind doch viel besser mit Effelder Spargel verbunden!“, betonte er vor jubelndem Publikum.

Lametta an der Jacke

Der Proklamation vorausgegangen war ein komplettes Sitzungsprogramm, das Ehrenpräsident Ewald Schmitz mit dem ihm eigenen und beliebten Humor geleitet hatte. Schüren dankte ihm herzlich und fügte hinzu: „Wir hoffen, dass Du uns noch viele, viele Jahre als Moderator des Kaffeeklatschs erhalten bleibst.“ Schmitz selbst fühlte sich noch ein wenig im Weihnachtsmodus und hatte seine Jacke mit Lametta verziert.

Er eröffnete das Programm mit dem Einzug von Elferrat und Garden sowie mit dem alten Vereinslied, das Norbert Bodden sang. Um das Thema Fußball ging es bei Liam Grondowy und Lennox Busch. Als Hausmeisterin war Christa Grondowy dabei, dem Thema Zuwanderung widmete sich Petra Görtz, und nicht fehlen durfte natürlich in der Bütt auch Urgestein Berthold Ohlenforst. Zum Gesangstrio hatten sich Thomas Grondowy, Maurice Gründer und Markus Peggen zusammengefunden, und auch tänzerisch hatten die Kaffeemänn ihrem Publikum mit vier eigenen Gruppen viel zu bieten. Mit dabei waren die „Dansflüe“, die „Butterflies“, die „Sunny Girls“ und ganz zum Schluss, quasi als Geschenk ans Prinzenpaar, die „Coffee-Beans“. Mit dem neuen Vereinslied ging der Kaffeeklatsch zu Ende.