Erkelenz: Losaktion für neues Burgdach

Erkelenz: Losaktion für neues Burgdach

Rund die Hälfte der benötigten Summe von 150 000 Euro für das Schutzdach des Burgturms haben sie schon zusammen, betonte Peter Fellmin bei einem Treffen auf der Burg. Für den Rest soll unter anderem eine Losaktion sorgen, die die Freunde der Burg zusammen mit der Kreissparkasse ins Leben gerufen haben.

3000 Lose wollen die Freunde der Burg, deren Vorsitzender Peter Fellmin seit der Gründung vor fünf Jahren ist, an die Erkelenzer bringen, um den Turm neu zu „behüten“. Bei einem Stückpreis von zehn Euro verspricht dies einen Zuschuss von rund 30 000 Euro für das Burgdach. Dem gegenüber stehen insgesamt 3000 Preise im Gesamtwert von 7000 Euro.

Lose kaufen, die Burg retten und ihr ein Dach (großes Bild) spendieren: Peter Fellmin und Ulrich Geisen von den Freunden der Burg, Bürgermeister Peter Jansen und Heinz-Josef Mertens von der Kreissparkasse (v.l.) stellen die neue Aktion vor. Fotomontage: Freunde der Burg; Foto: Wichlatz

Als Hauptgewinne locken unter anderem ein Full-HD-Fernsehgerät, ein iPad und eine Stereoanlage. Die Preise wurden von der Sparkasse zur Verfügung gestellt, „denn wir helfen gerne, die Aktion ins Rollen zu bringen“, betonte Heinz-Josef Mertens, Vorstandsmitglied der Sparkasse bei dem Treffen. Wenn diese Hilfe zur Selbsthilfe funktioniere, werde man sich auch an den restlichen Kosten beteiligen.

Bürgermeister Peter Jansen lobte das bürgerschaftliche Engagement der Erkelenzer für ihre Burg. Schon die Resonanz bei der Online-Befragung über das Burgdach sei groß gewesen, berichtete Jansen.

Wer jetzt denkt, dass die Sache noch Zeit hat, der irrt. Schon im März soll der Turm eingerüstet werden, erklärte Peter Fellmin. Das eigentliche Aufsetzen des Schutzdaches würde zwar nur rund 48 Stunden in Anspruch nehmen, „doch der Rest dauert“. Und zwar bis zu drei Monate.

Über die Details wird am 5. Dezember gesprochen, wenn sich die am Projekt beteiligten Unternehmen und Handwerker erstmals treffen.

Neben den namhaften Großspendern seien es vor allem die vielen kleinen Spenden, über die er sich freue, betonte Peter Fellmin. So hätten Ehejubilare bei ihren privaten Feiern auf Geschenke verzichtet und lieber Geld für die Burg gesammelt.