Heinsberg: Lesung mit vielen Leckerbissen

Heinsberg : Lesung mit vielen Leckerbissen

Nicht nur ihr jüngstes Werk mit dem Titel „Scheidung nie — nur Mord!“, sondern auch ihr erstes Buch aus dem Jahr 1995, wieder neu aufgelegt, hatte die bekannte deutsche Schriftstellerin Gaby Hauptmann mitgebracht zu ihrer Lesung in der Buchhandlung Gollenstede.

„Damals gab´s noch kein Viagra“, erklärte sie schnell selbst den Unterschied der beiden Bücher, zwischen denen mehr als 20 Jahre liegen. Und noch mehr Selbstbewusstsein versprühte sie von der ersten Sekunde an, denn sie wartete gar nicht erst darauf, dass Buchhändler Marcus Mesche sie ihrem Publikum vorstellte. „Darf ich Ihnen Herrn Mesche vorstellen“, sagte sie vielmehr, „denn der liebäugelt noch mit der Technik. Es ist halt ein Mann“, lächelte sie zu ihm rüber, als er sich noch um Mikro und Lautsprecher kümmerte.

Zurück zu ihrem Erstlingswerk: „Suche impotenten Mann fürs Leben“ sei inzwischen in 34 Sprachen übersetzt worden, „genau in den Macho-Ländern, wo man´s nicht glauben sollte“, erklärte sie und schickte gleich eine provozierende Frage an die männlichen Gäste des Abends hinterher: „Sind Sie gezwungen worden von Ihren Frauen?“ Ernst gemeint war das natürlich nicht, denn sie freue sich sehr, dass sie immer mehr männliche Fans zähle, betonte die Erfolgsautorin.

Hörbuchatmosphäre

Dann wechselte sie in die neue Szenerie. „Fühlen Sie sich wie zu Hause auf Ihrem Sofa“, sagte sie bei Ihrer Einladung zur Hörbuchatmosphäre. Sie erzählte und las von Stefan, der nach außen den Mann von Welt spielt, Freunde und Geschäftspartner verschwenderisch einlädt, zu Hause aber den Einkaufszettel seiner Frau Tina kontrolliert. Eigentlich ist er nämlich pleite, seine Solarfirma steht vor dem Aus.

Schließlich geht es um einen „teuflischen Plan“, den Gaby Hauptmann jedoch nicht verriet, um ihren Lesern die Spannung beim Weiterlesen zu erhalten. „Sie brauchen nicht zu glauben, dass ich das jetzt auflösen werde“, schmunzelte sie ins Publikum.

Hoher roter Lackschuh

Dafür hatte sie noch einen anderen Leckerbissen mitgebracht. Sie las das Kapitel „Leidenschaft in Rot“ aus „Das Glück mit den Männern“, erschienen 2009. Eigens dafür hatte sie einen hochhackigen roten Lackschuh mitgebracht, den sie beim Vorlesen neben sich positionierte. Und am Ende freute auch sie sich natürlich über die Leser, die eines ihrer Bücher mit einer persönlichen Widmung von ihr darin mit nach Hause nehmen wollten.

(anna)
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