Heinsberg: Landrat erwartet mehr Fälle wie Karl D.

Heinsberg: Landrat erwartet mehr Fälle wie Karl D.

Am Mittwochabend ist in Heinsberg-Randerath zum letzten Mal gegen den dort lebenden Sexualstraftäter Karl D. demonstriert worden. Nach 466 Tagen und mehr als 400 Demonstrationen beugten sich die Protestierer einer Empfehlung des Aachener Verwaltungsgerichtes, das angedeutet hatte, Demonstrationen gegen den Aufenthalt D.s in Randerath nur noch außerhalb der Sicht- und Hörweite D.s genehmigen zu wollen.

Stephan Pusch (CDU), Landrat des Kreises Heinsberg, glaubt nicht, dass der Fall Karl D. der letzte dieser Art sein wird, der seine Polizeibehörde beschäftigen wird.

Der Europäische Gerichtshof hat kürzlich die Bundesrepublik in einem Urteil dazu aufgefordert, etliche zu Unrecht in Sicherungsverwahrung befindliche Straftäter freizulassen.

„Ich habe Sorge”, sagte Pusch gestern dieser Zeitung, „dass uns bald noch mehr Fälle wie D. beschäftigen.”

Im Januar hatte Pusch geäußert, die Daueroberservation D.s führe die Heinsberger Polizei „an die Grenze ihrer Belastbarkeit”.

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