Parlamentarischen Abend: Landfrauen übermitteln ihre Anliegen

Parlamentarischen Abend : Landfrauen übermitteln ihre Anliegen

Alle fünf Jahr veranstalten die beiden Landfrauenverbände in NRW einen Parlamentarischen Abend rund um die Fragestellungen, die Frauen und Familien im ländlichen Raum umtreiben.

120 Parlamentarier folgten dieser Einladung und trafen auf 80 Landfrauen aus allen 33 Kreisland-Frauenverbänden in NRW. Mittendrin für den Kreisvorstand Heinsberg: Maria Cremer (Kreisvorsitzende) und Hildegard Schiffers (2. Vorsitzende), die die Gelegenheit nutzten, um mit Abgeordneten aller Fraktionen Kontakte in die Politik zu vertiefen.

„Landfrauen sind eine unersetzliche Stütze der Bildung und des ehrenamtlichen Engagements auf dem Land. Sie sorgen für mehr Lebensqualität“, bedankte sich Landtagspräsident André Kuper zur Begrüßung.

Margret Voßeler, Präsidentin des Rheinischen Landfrauenverbandes und zugleich Landtagsabgeordnete, lieferte die Zahlen dazu: „60.000 Frauen aller Berufsgruppen und Altersklassen in 600 Ortsverbänden machen den Landfrauenverband zur wichtigsten Stimme für Frauen und Familien im ländlichen Raum. Wir verstehen uns als Anwältinnen und Sprachrohr für das, was Frauen und Familien in Dörfern und Städten bewegt.“

Chancengleichheit

Und das ist Einiges: Die Landfrauen formulierten fünf Kernanliegen, in denen sie das Wichtigste auf den Punkt bringen: Es geht ihnen um das Leben und Arbeiten auf dem Land, um Bildung als Schlüssel für Innovation, Wohlstand und Demokratie, die Landwirtschaft als Sicherung der Lebensgrundlage, Ehrenamtliches Engagement sowie Fairness & Chancengleichheit in allen Lebensbereichen.

So drehten sich die Gesprächsthemen zum Beispiel konkret um Ferkelkastration und Gülleausbringung, um die Folgen des Schulkonsenses samt Einführung der Sekundarschule und um die zum Teil fehlende Breitbandversorgung auf dem Land.

Die Landfrauen aus dem Kreis Heinsberg luden die Politiker zu Betriebsbesichtigungen vor Ort ein, um sich ein konkretes Bild von der Arbeits- und Lebenswirklichkeit im ländlichen Raum machen zu können.

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