Kunsttreff Erkelenz zeigt Ausstellung „Vielfalt" im Johanniter-Stift

Mit 17 Künstlern : Kunsttreff Erkelenz zeigt Ausstellung „Vielfalt"

Bewohner und Besucher, die die Bilder der derzeitigen Ausstellung „Vielfalt“ im Johanniter-Stift Erkelenz betrachten möchten, sollten sich Zeit nehmen. 17 Künstlerinnen und Künstler zeigen die ganze Bandbreite gegenständlicher Malerei und technischer Vorgehensweisen.

„Die Ausstellung mit dem Titel Vielfalt wird ihrem Namen gerecht“, so Gaby Kerst, Leiterin des Sozialen Dienstes im Johanniter-Stift, bei der Eröffnung. 17 Künstlerinnen und Künstler des Kunsttreffs Erkelenz, darunter zwei Bewohner der Einrichtung, hätten sich gefunden, um mitzumachen. Unter der Leitung von Elke Bürger vom Erkelenzer Kunsttreff sei innerhalb einer kurzen Zeit die Ausstellung in der Einrichtung, die seit Jahren Ausstellungsort für ganz unterschiedliche Genres sei, auf die Beine gestellt worden. „Wir holen sozusagen das Museum in unser Haus für die vielen kulturell interessierten Bewohner, die selber nicht mehr ins Museum gehen können“, so Kerst.

Zu sehen sind diesmal ganz unterschiedliche Werke, die die Vielfältigkeit in der Malweise und Technik zeigen. „Unser Bilder sind bunt und vielfältig“, so die stellvertretende Bürgermeisterin Astrid Wolters bei der Vernissage. „Heute stehe ich nicht so sehr als stellvertretende Bürgermeisterin vor Ihnen, sondern ebenfalls als Ausstellende“, betonte sie. „Uns allen macht es viel Freude, unsere Werke hier zu zeigen.“ Diese seien vorwiegend gegenständlich. Dennoch gebe es einige Abstraktionen, wo jeder erkennen könne, was gemeint sei, erklärte Astrid Wolters.

Auch wenn die meisten Bilder sich motivisch sofort erschließen, so bedarf es einer genauen Betrachtung, um Stil und Technik aufzuschlüsseln. Denn Renate Stille, Silvia Knippertz, Wilma Wouters, Wilfried Reiners, Theresia Lehnen, Edith Engelsch, Sibilla Lehmann, Elfriede Bree, Dorrit Stolz, Renate Gurk-Immerath, Zeljko Lazic, Dieter Deutschmann, Astrid Wolters, Yvonne Kehren und Elke Bürger sowie die zwei Bewohner Andreas-Daniel Henning und Maria Junker beschreiten ganz unterschiedliche künstlerische Wege, um von einer schwarzen Leinwand zum Endergebnis zu kommen.

Da wird mal gepinselt, gespachtelt oder mit den Händen in Acryl oder Öl, mit und ohne Struktur, gemalt. Entstanden sind so Blumenbilder wie Klatschmohn oder eine Blumenwiese. Porträtgesichter in expressiver Farbigkeit stehen im Kontrast zu schwarz-weiß Landschafen als Ergebnis eines intuitiven Malens mit den bloßen Händen und ohne Vorgaben.

Zu den Landschaftsbildern gehört auch jene Baumallee in herbstlichen getupften Farben, die im Stil an den Pointillismus erinnert. Dann wieder fällt der Blick auf eine toskanische Landschaft. Als Motive hinzu kommen Stadtsilhouetten, ein röhrender Hirsch in expressiver Farbigkeit, Wildgänse sowie das Bild eines Greifvogels und einer Frau, beide als Seitenporträt. Unendlich scheint die Vielfalt an Motiven und Techniken. Diese zu entdecken, braucht es Zeit.

Die Ausstellung „Vielfalt“ von Künstlerinnen und Künstlern des Kunsttreffs Erkelenz sowie Bewohnern des Johanniter-Stifts Erkelenz kann noch zum 18. April täglich in der Zeit von 8 bis 17 Uhr im Johanniter-Stift Erkelenz besichtigt werden.