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Erkelenz: Kunstprojekt zeigt die Sicht auf den Sommer durch Kinderaugen

Erkelenz : Kunstprojekt zeigt die Sicht auf den Sommer durch Kinderaugen

Kunst kommt zwar von Können, wie das Sprichwort glauben macht. Aber Spaß und eine unverdorbene Sichtweise auf die Dinge schaden auch nicht. Das dachte sich auch Sandra Klein vom Kunstförderverein Pro Arte. Zusammen mit ihren Kunstkollegen Georg Kovac und Kay Huett sowie Rosi Steufmehl von der Kindertagesstätte St. Lambertus stellte sie die Ausstellung Sommerzauber auf die Beine.

90 Kinder

Dabei war die Schau der Exponate in der Galerie von Pro Arte am Franziskanerplatz schon fast nebensächlich. Der Fokus lag darauf, dass sich rund 90 Kinder der Kita einen Monat lang damit auseinandersetzten, was für sie den Sommerzauber ausmacht. Aufgerufen waren die gelben und die blauen Mäuse, die blauen und die bunten Elefanten. So heißen natürlich die Gruppen, die Kinder heißen zum Beispiel Julia und Jette.

Die beiden jungen Künstlerinnen waren mit ihren Eltern zur Eröffnung der Ausstellung gekommen und lauschten mehr oder weniger konzentriert, als Willi Arlt von Pro Arte zur Begrüßung der Gäste und Eröffnung der Ausstellung Sinnvolles zur Kunstförderung sagte, die sich der Verein ja auf die Fahnen geschrieben hat. Es sei umso wichtiger, dass man mit der spielerischen Förderung der Kreativität schon früh beginne, betonte der Bildhauer.

Den Gedanken der Inklusion setzt der Förderverein auch in anderen Bereichen um. So wird es bei der genreübergreifenden Kunstaktion „Kaleidoskop der Sinne“ auch einen Ausstellungskatalog in Brailleschrift geben, in dem die Werke erläutert und somit auch Blinden erschlossen werden.

Beeindruckende Ergebnisse

Die Idee, gemeinsam dem Sommerzauber nachzuspüren und ihn zu beschreiben, stieß bei der Kita sofort auf offene Ohren, wie Sandra Klein betonte. Und die Ergebnisse beeindruckten auch gestandene Künstler. So zum Beispiel eine Installation mit bunten Flip-Flops, die eine Wand hinaufgehen, ein Mobile aus bunten Eistüten, das verführerisch dem Betrachter um den Kopf tanzt und ein bunt blühender Baum aus Knöpfen zeigten einen neuen Blick auf den Sommer durch die Augen der Kinder. Ergänzt wurden die Werke der kleinen Künstler von Bildern der Fotografen Georg Kovac und Kay Huett. Sandra Klein steuerte Gedichte bei, die den Fokus auf die kleinen Momente des Sommers lenkten.

Darüber hinaus hatten die Kinder Dinge gesammelt, die den Sommer für sie so einzigartig machen. Zum Beispiel, dass man frei hat und nicht früh ins Bett muss, dass es jeden Tag Eis gibt und man auch lange schlafen kann. Auf einer Tafel, die im Ausstellungsraum auf die Gäste wartete, konnte man seine eigenen Gedanken zum Thema Sommer festhalten und mit den anderen Besuchern teilen.

Die Ausstellung ist noch an den beiden kommenden Sonntagen, 19. und 26. August, jeweils von 11 bis 18 zu sehen. Der Eintritt ist frei.