Kulturhaus Höngen Ausstellung zum Tag des offenen Denkmals

Schau im Kulturhaus Höngen : Eine gute Adresse für Kunstliebhaber

Das Kulturhaus Höngen präsentiert zum Tag des offenen Denkmals eine Ausstellung mit zahlreichen Künstlern aus der Region. Für die Kleinen gab es dabei noch einen besonderen Workshop.

Das Kulturhaus Höngen mausert sich für Kunstliebhaber zur guten Adresse, das historische Ambiente bietet einen perfekten Rahmen für Ausstellungen. Zum Tag des Denkmals präsentierte das Kulturhaus eine Ausstellung mit Künstlern aus der Region im Erd- und Obergeschoss – die Kunstobjekte deckten dabei ein sehr weites Spektrum ab.

Zudem bestand für die Besucher die Möglichkeit einer Führung durch das Kulturhaus mit dem Jugendzentrum „Alte Schule“. Der Vorsitzende Gottfried Engendahl führte durch das Haus und erzählte Wissenswertes. Engendahl eröffnete die Ausstellung und freute sich, dass bereits zur Vernissage einige Besucher anwesend waren.

Die Besucher wurden gleich zu Beginn zur besonderen Kunst geführt. Ganz modern und freigestaltet präsentierte Ilse Kreutzer ihre Mosaik-Arbeiten. Bekanntlich entwarf Ilse Kreutzer in Zusammenarbeit mit der Lebenshilfe das neue Selfkantwappen aus Mosaik – wir berichteten. Ein kleineres Selfkantwappen zierte diesen Stand und war ein Blickfang. Die Hobby-Künstlerin bot während der beiden Ausstellungstage einen Workshop für Kinder zwischen 4 und 14 Jahren an; einen Futtertopf für Vögel konnten die Kids unter fachmännischer Anleitung anfertigen und voller Stolz mit nach Hause nehmen.

Jeder Künstler hat so seine eigene Geschichte mit seinen Werken. Wie Dragica Scherrers-Cox aus Heinsberg. Die Künstlerin hatte eines ihrer Lieblingsstücke sehr wirkungsvoll platziert. „Dieses Bild habe ich unserer Kanzlerin Angela Merkel gewidmet. Ihre Aussage ‚Wir schaffen das’ hat mich selbst inspiriert, so gehen alle Farben ineinander über und verbinden sich“, blickte die Hobbymalerin auf ihr Kunstwerk.

Und sie hatte gleich eine zweite Geschichte zu erzählen. Ihre Katze Romeo wurde sehr eindrucksvoll gemalt; Vorlage hierfür waren Fotos. „Romeo blieb ja nicht sitzen“, lachte sie und strich beim Anblick über das Katzengesicht und musste richtig lachen. „Das ist eine Collage, ich habe hier Schnurrbarthaare nachher mitverarbeitet“, sagte die Künstlerin schmunzelnd.

Friedel Nießen aus Waldfeucht präsentierte Bilder in Öl, Acryl, Tusche, Holz und Kratztechnik; Blumen, Landschaften und Gebäude des Selfkantlandes brachten Farbtupfer in die Ausstellung.

Dragica Scherrers-Cox präsentiert ihr Bild in Öl gemalt und streicht über das Katzengesicht. Foto: Heinz Eschweiler

Kunsthandwerker Huub Dreissen aus Gangelt arbeitet mit Blei und Glas. Seine Werke mit Bleiverglasungen und Fusing-Glasobjekte zogen die Blicke auf sich. Willi Wagels aus Birgden verwendet für seine experimentelle Malerei Acryl, arbeitet aber auch diverse Materialien wie Spachtelmasse, Sand, Holz, Blech mit in die Kunst ein. Während des Malens kommen hier und da neue Ideen, ausdrucksvolle Bilder des Hobbymalers sprechen ihre ganz eigene Sprache.

Walter Scheufens aus Gangelt präsentierte großformatige Fotografien auf Leinwand. Schiffswracks waren das Thema mit dem Motto: „In Schönheit und Würde sterben“.

Andy Ebert aus Heinsberg stellte Arbeiten aus Holz und Metall aus. Jörg Gaab aus Rosenheim mit Wohnort Belgien und Werkstatt in Stahe-Niederbusch arbeitete als Germanist und Kunstpädagoge an der Anita-Lichtenstein-Gesamtschule in Geilenkirchen. Seine Hochglanz-Gemälde verdeutlichten das große Talent des Künstlers.

Ein weiteres Plus dieser gelungenen Ausstellung war, dass die Künstler vor Ort und so für die Besucher ansprechbar waren und angeregte Gespräche geführt werden konnten.

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