Kreuzweg der Arbeit: Katholiken und Gewerkschafter fordern mehr Lohn

Vier Stationen : Kreuzweg der Arbeit und Gerechtigkeit soll wecken

Einen nicht alltäglichen Kreuzweg gab es in der Geilenkirchener Innenstadt.

Eine gemeinsame Aktion der KAB im Diözesanverband Aachen, des Deutschen Gewerkschaftsbundes (DGB) Region NRW Südwest, der Arbeitnehmer- und Betriebsseelsorge des Bistums Aachen und von Amos und Katholikenrat der Region Heinsberg startete auf dem Parkplatz vom Kaufland, weitere Stationen war die Erwerbslosen-Beratungsstelle,der Marktplatz und abschließend der Friedlandplatz.

Angeführt von Kreuzen mit der Aufschrift „Recht auf..“, „gerechten Lohn“, „Alterssicherheit“, „Sonntagsruhe“ und „Menschenwürde“ zogen die Teilnehmer von Station zu Station. Dabei gab es jeweils den Aufruf zur Gerechtigkeit mit anschließendem Gesang sowie Gebet. „Recht auf Sonntagsruhe – Sonntag muss Sonntag bleiben“ – kritisierte hier besonders die KAB die in NRW für 2019 geplanten insgesamt 61 verkaufsoffenen Sonntage. Die katholische Arbeiterbewegung nannte das einen Angriff auf die Familien.

Die KAB setzt auf sieben gute Gründe für den freien Sonntag: Der Sonntag ist ein Symbol der Freiheit, er stellt den Menschen in den Mittelpunkt, er ist ein Familientag und der Kitt der Gesellschaft, er ist der Akku für die Woche und zum Feiern da. Und: der Sonntag stoppt die Gleichförmigkeit. Bei Lied „Gott sei Dank, es gibt den Sonntag“ sangen alle kräftig mit.

Station zwei sah dann die Menschenwürde im Mittelpunkt und man hinterfragte „Versteckte Armut“ – wer hat Schuld an der Armut in Deutschland – wie kann man sie bekämpfen?. Die dritte Station auf dem Marktplatz legte den Fokus auf osteuropäische Pflegekräfte und ein Recht auf würdevolles Altern und gute Pflege im den eigenen vier Wänden oder im Alten- oder Seniorenheim. Der Kreuzweg endete am Friedlandplatz vor dem Amos-Shop mit dem Thema „Recht auf Arbeit, gerechten Lohn und eine Rente, die vor Armut schützt“.

Johannes Eschweiler, vom Verein Amos gegen Armut und Arbeitslosigkeit in der Region Heinsberg, sah mit dem Kreuzweg der Arbeit und Gerechtigkeit eine gelungene Veranstaltung. Ziel sei es, sich einzumischen und für ein „Mehr an Gemeinschaft“ einzusetzen. Ferner blickte dieser zum Amos Shop. „Hier bekommen Menschen wieder eine Chance auf ein lebenswertes Leben. Dies soll Stachel im Fleisch sein, darauf, dass die Hoffnung und Perspektive wieder möglich sind“, so Jonannes Eschweiler.

Zum Abschluss bat er die Teilnehmer zum gemütlichen Treff in den Amos-Shop.

(agsb)
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