50 und 60 Jahre: Kreishandwerkerschaft zeichnet Jubilare aus

50 und 60 Jahre : Kreishandwerkerschaft zeichnet Jubilare aus

Kreishandwerksmeister Edwin Mönius hat jüngst die Gäste in der vollbesetzten Festhalle Oberbruch zur Feier der Alten Meister begrüßt. Mit dieser Traditionsveranstaltung wurden die Handwerksmeister der Region geehrt, die ihr 50-jähriges oder sogar ihr 60-jähriges Meisterjubiläum feiern konnten.

Die musikalische Begleitung der Feier hatte der Männergesangverein 1875 Dremmen übernommen, der mit einigen besinnlichen Liedern einlud, die vergangenen Jahren Revue passieren zu lassen. Edwin Mönius scherzte, dass die Festhalle nach den umfassenden Umbau- und Sanierungs­maßnahmen noch den Charme einer Baustelle habe, man sich als Handwerker aber doch auf Baustellen am wohlsten fühle. Sein Dank galt allen, die es hauptamtlich und ehrenamtlich möglich gemacht hatten, dass diese traditionsreiche Halle wieder für die Feier der Alten Meister genutzt werden könne.

Kreishandwerksmeister Edwin Mönius brachte in seiner Ansprache seine Freude darüber zum Ausdruck, dass sich  bei der Wiedereinführung der Meisterpflicht nicht nur etwas bewegt habe, sondern der Durchbruch bevorstehe. Mönius: „Hierbei wurden wir darin bestätigt, dass der Meisterbrief im deutschen Handwerk die beste Garantie für Qualitätsarbeit, Verbraucherschutz, Leistungsfähigkeit und Innovationskraft ist.“ Auch trage die Meisterpflicht maßgeblich durch eine hochwertige berufliche Aus- und Weiter­bildung zur Sicherung des Fachkräftenach­wuchses bei. Es wäre wie „Eulen nach Athen tragen“, wenn er, so Mönius, den anwesenden Meisterinnen und Meistern sagen würde, dass es doch das Ziel sei, Qualität für die Kundschaft und mehr Nachwuchs im Handwerk durch eine bessere Ausbildung zu garantieren.

Kommt der Brief wieder?

Bei der Feier der Alten Meister der Kreishandwerkerschaft wurden auch die, die 60-jähriges Meisterjubiläum feiern, ausgezeichnet. Foto: Dettmar Fischer

Nachdem man jahrelang für die Wiedereinführung des Meisterbriefes gekämpft habe, werde nun von der Koalitionsarbeitsgruppe „Reform der Handwerksordnung“ im Deutschen Bundestag vorgeschlagen, für zwölf Gewerke den großen Befähigungsnachweis wieder einzuführen. Man dürfe optimistisch sein, dass die Änderungen der Handwerksordnung Anfang 2020 in Kraft treten werden.

Die Ehrungen anlässlich des „Goldenen Meisterjubiläums“ beziehungsweise des „Diaman­tenen Meisterjubiläum“ nahm Kreishandwerksmeister Edwin Mönius gemeinsam mit dem Hauptgeschäftsführer der Kreishandwerkerschaft Heinsberg, Dr. Michael Vondenhoff, vor.

Anlässlich ihres 50-jährigen Meisterjubiläums wurden mit dem Goldenen Meisterbrief geehrt: Bäckermeister Josef Gillrath, Erkelenz; Bäckermeister Hans-Herbert Roubrocks, Heinsberg; Drehermeister Julius Staudt, Geilenkirchen; Elektro-Installateurmeister Willibert Schmitz, Wassenberg; Friseurmeister Peter-Martin Leisten, Ranis; Gas- und Wasserinstallateurmeister Willi Erdweg, Selfkant; Kfz-Mechanikermeister Heinrich Josef Jennissen, Wassenberg; Landmaschinenmechanikermeister Peter Baum, Jülich; Landmaschinenmechanikermeister Günter Sieben, Jülich; Maler- und Lackierermeister Dieter Jansen, Erkelenz; Maler- und Lackierermeister Peter Knoben, Heinsberg; Maurermeister Hans Himmels, Heinsberg; Schmiedemeister Karl-Heinz Schiffer, Jülich; Tischlermeister Willi Weyers, Wegberg; Zentralheizungs- und Lüftungsbauer­meister Eduard Willems, Heinsberg.

Anlässlich ihres 60-jährigen Meisterjubiläums wurden folgende Handwerksmeister mit dem Diamantenen Meisterbrief ausgezeichnet: Bäckermeister Josef Bertrams, Wegberg; Bäckermeister Heinrich Schröders, Baesweiler; Elektro-Installateurmeister Josef Froesch, Baesweiler; Elektro-Installateurmeister Franz-Josef Herfs, Heinsberg; Elektro-Installateurmeister Theodor Paulus, Geilenkirchen; Fleischermeister Friedrich Geneschen, Erkelenz; Fleischermeister Paul Hall, Übach-Palenberg; Friseurmeisterin Margret Haupt, Monschau; Friseurmeister Heinz-Josef Haupt, Monschau; Maler- und Lackierermeister Peter Küppers, Waldfeucht; Maler- und Lackierermeister Peter Mans, Waldfeucht; Maler- und Lackierermeister Heinrich Windeln, Heinsberg; Schmiedemeister Josef Niessen, Heinsberg; Tischlermeister Heinrich-Konrad Goertz, Wegberg; Tischlermeister Wilhelm Jansen, Selfkant; Tischlermeister Peter Klüttermann, Linnich.