Kreis Heinsberg: Neue Busse von WestVerkehr können Leben retten

Abbiegeassistent : Neue Busse von WestVerkehr können Leben retten

WestVerkehr setzt auf ein modernes Abbiegeassistenz-System zum Schutz von Radfahrern und Fußgängern. Gleich zehn neue Busse mit der neuen Technik wurden zum Schuljahr 2019/20 angeschafft.

Immer wieder haben schwere Verkehrsunfälle für Schlagzeilen gesorgt, bei denen vor allen Fahrradfahrer durch abbiegende Lkw oder Busse zum Opfer wurden, weil der Fahrer der großen Fahrzeuge sie in einem toten Winkel zu spät oder gar nicht entdeckt hatte. Die Unfallforschung der Versicherer (UDV) hatte schon im Jahr 2012 ermittelt, dass bei Abbiegeunfällen zwischen Lkw und Fahrradfahrern oder Fußgängern 71 Menschen starben und 723 schwer verletzt worden waren. Mit dem Beginn des Schuljahres 2019/20 hat die WestVerkehr GmbH (west) jetzt zehn neue Busse in Dienst gestellt, die genau das verhindern sollen.

„Die jeweils fünf Solo- und Gelenkbusse von Mercedes-Benz haben über 2,8 Millionen Euro gekostet und sind auf dem neusten Stand der Sicherheitstechnik. Alle neuen Fahrzeuge verfügen über ein Abbiegeassistenzsystem, insbesondere zum Schutz für Fahrradfahrer und Fußgänger“, so Udo Winkens, Geschäftsführer der WestVerkehr.

Alle Busse, die vom Zweckverband Aachener Verkehrsverbund im Rahmen der Fahrzeugförderung anteilig gefördert wurden, sind Niederflurbusse und verfügen über Klapprampen, eine Kneeling-Funktion (Absenkmöglichkeit des Fahrzeuges) sowie Abstellflächen und Rückhaltesysteme für Kinderwagen, Rollstühle und Rollatoren. Damit wird Rollstuhlfahrern und Personen mit Kinderwagen und Rollatoren der Einstieg erleichtert und im Vergleich zu Fahrzeugen älterer Bauart mehr Platz im Fahrzeug geboten. Mit blauen Tastern bzw. Knöpfen mit dem Symbol „Kinderwagen“ wird der Fahrer informiert, dass ein Fahrgast mit Kinderwagen, Rollator oder Rollstuhl ein- bzw. aussteigen möchte.

Obligatorisch seien in den Fahrzeugen Griff- und Haltestangen für die aktive Sicherheit vorhanden. Weiterhin zählen zum Ausstattungsstandard Klimaanlagen, Kameras zur Videoüberwachung sowie akustische und optische Haltestelleninformationssysteme.

„Unsere neuesten Fahrzeuge haben gegenüber dem Individualverkehr erheblich reduzierte Emissionen an Feinstaub und Treibhausgasen. Insbesondere das vor einigen Jahren gestartete Projekt zum wirtschaftlichen Fahren mit Hilfe einer elektronischen Einsparhilfe war und ist hierbei von großer Bedeutung“, erklärt der west-Geschäftsführer und ergänzt: „Insgesamt erbringt die west mit über 110 eigenen und über 140 Fahrzeugen von Fremdunternehmen Personennahverkehrsleistungen im Kreis Heinsberg sowie in den angrenzenden Regionen und befördert dabei umweltschonend fast 10 Millionen Fahrgäste im Jahr“.

(her)