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Kreis Heinsberg: Die Retter sind für Chemieunfälle gerüstet

Feuerwehr : Die Retter sind für Chemieunfälle gerüstet

Die Freiwilligen Feuerwehrleute bereiten sich auf riskante Situationen mit Chemikalien vor. Sie absolvieren einen 70 Stunden dauernden ABC-Lehrgang.

Die Einsatzkräfte im Kreis sind jetzt noch besser gerüstet für Chemieunfälle. Denn unter den Augen ihrer Vorgesetzten schlossen Mitglieder der Freiwilligen Feuerwehren im Kreis Heinsberg nun den Lehrgang ABC 1 mit Erfolg ab.

Über fünf Wochen in mehr als 70 Ausbildungsstunden wurden den Teilnehmern in ihrer Freizeit die theoretischen und praktischen Grundlagen im Umgang mit atomaren, biologischen und chemischen Gefahren und deren Abwehr bei Feuerwehreinsätzen vermittelt.

Einsätze zur Abwehr von Gefahren durch atomare, biologische und chemische Stoffe sind komplex, gefährlich und erfordern eine spezielle Ausbildung und Konzepte. Insbesondere die Dekontamination von Personen und Ausrüstung, das Spüren von Stoffen und Messen von Strahlungen als auch die Rückhaltung von kontaminiertem Löschwasser erfordern viel Fachwissen.

Weitere Anforderungen an die Einsatzkräfte liegen in der Erkennung und Deutung von ABC-Gefahrstoffen als auch deren Einteilung und Kennzeichnung. Detaillierte Kenntnisse über stoffbezogene Gefahren, über Sonderausrüstungen und Schutzmöglichkeiten sind hierbei dringend notwendig. „Diese Aufgaben binden viel Personal, sind sehr zeitaufwendig und erfordern eine spezielle, umfangreiche Sonderausstattung und Ausbildung der Einsatzkräfte“, teilte die Feuerwehr mit. Der Kreis Heinsberg unterhält hierzu einen ABC-Zug der sich aus zwei Teileinheiten zusammensetzt.

Die Teileinheit Heinsberg hat die Schwerpunktaufgabe der Dekontamination und die Teileinheit Hückelhoven den Schwerpunkt der Gefahrenabwehr.

Beide Teileinheiten verfügen unter anderem über eine umfangreiche Mess- und Spürausstattung für den Nachweis von atomaren und chemischen Gefahren sowie Sondergeräte und Fahrzeuge, wie sie in dieser Form von den Feuerwehren der Städte und Gemeinden nicht vorgehalten werden.

Der stellvertretende Kreisbrandmeister Günter Paulzen betonte bei der Urkundenverleihung: „Ich bin stolz darauf, dass ihr diesen doch sehr anspruchsvollen Lehrgang so motiviert und erfolgreich absolviert habt. Dies ist nur der Anfang in einem breit gefächerten Themenbereich der Gefahrenabwehr. Es kann immer etwas passieren und dafür müssen wir gerüstet sein“.

Weiterhin bedankte sich Paulzen besonders bei dem Ausbilderteam rund um Lehrgangsleiter Brandoberinspektor Marcel Huken, der für die Organisation des Lehrgangs verantwortlich war.