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Kreativmarkt der Lebenshilfe mit Ideen und Informationen

Lebenshilfe : Kreativmarkt mit Ideen und Informationen

Wer den traditionellen Kreativmarkt der Lebenshilfe im Lebenshilfe-Center in Oberbruch besuchte, lief gleich hinter dem Eingang auf eine große Theke zu, an der Mitarbeiter der Einrichtung erste Informationen gaben zu offenen Stellen in den Bereichen Kinder und Familie, Wohnen und Freizeit oder Arbeit in Werkstätten.

Insgesamt sind es 20 freie Stellen und vier Plätze für Auszubildende, die bei der Lebenshilfe derzeit zu besetzen sind. Mitarbeiter der unterschiedlichen Bereiche standen Interessenten für erste Gespräche gleich zur Verfügung.

Darüber hinaus bot der Markt wie gewohnt ein ganz buntes Spektrum an Angeboten aus den eigenen Bereichen, zudem aber auch von weiteren, externen Ausstellern. Kurz vor der Advents- und Weihnachtszeit gehörten dazu natürlich viele Ideen für eine passende Dekoration oder für Geschenke zum Fest des Jahres. Erstmals präsentierte sich auch der Elternbeirat der Werkstätten und verkaufte eigens für den Markt angefertigte Handarbeiten. Der Erlös aus diesem Stand wird einer Mitarbeiterbücherei zugutekommen, die sich im Betrieb 1 in Heinsberg im Aufbau befindet.

Viel Nützliches hatten auch die übrigen Bereiche wieder gefertigt, ebenso wie die externen Aussteller. Und das waren nicht nur die von Hand liebevoll gestrickten Socken, wie man am Stand von Ingeburg Schwartz erfahren konnte. Sie hatte aus verschiedenen Stoffen Taschen für die Befestigung am Rollstuhl oder Rollator genäht, daneben aber auch Hüllen für Urinbeutel. Ihre Nichte sei auch behindert und arbeite in der Lebenshilfe-Werkstatt, erzählte sie den Grund für ihre Initiative, die auf dem Markt sehr viel Aufmerksamkeit erfuhr. Um ihre innovativen Stoffprojekte zu realisieren, habe sie sich eigens einen Rollstuhl und einen Rollator zugelegt, fuhr sie fort. „Und dann habe ich getüftelt, etwa eineinhalb Jahre lang.“ Zwischendrin habe sie betroffene Menschen immer wieder befragt, um ihre Taschen und Beutel zu optimieren.

Neben diesen zahlreichen Kaufangeboten demonstrierten die Werkstattbereiche – dieses Mal die Metallverarbeitung, die Schreinerei und die Landschaftspflege – wieder ihre Arbeit. Gut besucht waren neben der großen „Schlemmer-Meile“ im Freien und der Cafeteria in der Kantine auch die Mitmach-Angebote. So konnten die Kinder zum Beispiel kleine Engel basteln oder ihre eigenen Lebkuchen-Figuren verzieren. Nicht zuletzt begeisterten die Gleichs, eine Pantomimengruppe der Lebenshilfe, mit ihren Aufführungen, und ein Nikolaus lud unter dem Motto „Easy-Christmas-Rider“ zu einem Erinnerungsfoto auf seinem weihnachtlich dekorierten Motorrad ein.