Kommentiert: „Gut Ding braucht Weile“. Oder bremsen nur Zweifel ?

Kommentiert: „Gut Ding braucht Weile“. Oder bremsen nur Zweifel ?

„Eile mit Weile“ lautet ein altes deutsches Sprichwort. Und natürlich heißt es auch: „Gut Ding braucht Weile“. Der Stadtverwaltung kann nun wirklich niemand nachsagen, sie habe sich nicht genügend Zeit gelassen und die Sache mit der Suche nach einem neuen Technischen Beigeordneten überhastet.

Rund eineinhalb Jahre hat sie nach dem ersten Versuch verweilt, ehe sie einen zweiten wagte. Gar so sehr scheint es da wohl nicht zu pressieren. Oder mag es vielleicht sogar daran liegen, dass in den Reihen der Verwaltungsfachkräfte beileibe nicht alle denken, dass es sich bei der CDU-Entscheidung, eine solche Stelle überhaupt wieder einzurichten, auch wirklich um ein „gut Ding“ handelt?

Wenn in der Stadt wirklich in den letzten Jahren nur noch „alte Dinge abgearbeitet“ worden wären, die vor rund zehn Jahren angestoßen wurden, wie die CDU überraschend behauptet hatte, wäre dies ein Armutszeugnis für die Verwaltung und ihren Bürgermeister.

Aber doch ebenso für die Partei, die in all diesen Jahren die Geschicke der Stadt maßgeblich beeinflusst hat — eben die CDU. Da ist es schon beinahe grotesk, dass Oppositionsparteien wie die SPD auf die gute Arbeit hinweisen müssen, die durch die Verwaltung geleistet worden ist.

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