Hückelhoven: Kölner Musiker Tommy Engel begeistert in der Aula

Hückelhoven : Kölner Musiker Tommy Engel begeistert in der Aula

„Ming eetste Fründin, dat wor et Meiers Kättche, un ich fuhr mem Rädche, Daach für Daach zo im“ — so hallte es durch die Aula des Hückelhovener Gymnasiums. Es war der krönende Abschluss eines kölschen Abends, der diesen Namen wahrlich verdient hatte. Tommy Engel und seine Band waren mit ihrem Programm „Dat kölsche Songbook“ in der alten Zechenstadt zu Gast.

Der Titel des Programms ist eine augenzwinkernde Anspielung auf das „Great American Songbook“, in dem die einflussreichsten Klassiker der amerikanischen Unterhaltungsmusik zusammengefasst sind. Perlen und Klassiker aus dem Fundus unzähliger kölscher Songs hat der ehemalige Bläck-Fööss-Sänger Engel in den vergangenen Monaten neu aufgenommen.

Dazu zählten Titel von den bekanntesten Bands der Domstadt wie Höhner, Cat Ballou, Kasalla oder Brings. Aber auch Werke von Interpreten vergangener Zeiten wie Willi Ostermann, Hans Knipp oder Trude Herr durften nicht fehlen.

Tommy Engel begeisterte das Publikum neben seinen vielen tollen musikalischen Darbietungen auch mit seinem rheinischen Humor. Für ihn habe die Stadt Köln eine unglaubliche Anziehungskraft. „Selbst die Leute in Alsdorf oder hier in Hückelhoven zieht es an den Rhein, obwohl Oche ja auch nicht schlecht ist“, stellte er fest. „Also wemm dä Dialekt jefällt“, fügte er schmunzelnd hinzu. Falls er als Musiker keinen Erfolg gehabt hätte, wäre er als Büttenredner und Comedian im Karneval mit Sicherheit durchgestartet.

Trotzdem erinnerte der Sänger auch immer wieder an die heutigen Probleme. „War jemand schonmal in der Garderobe bei uns? Da gibt es tolles Essen, super lecker“, stellte er fest. Aber es gebe eben auch Menschen, die nicht genug Essen hätten. Dabei spielte er auf die aktuelle Diskussion über die Tafeln im Land an. „Dene Minsche sollte mir uch jed jeve“, rief er dem Publikum zu, das mit großem Applaus zustimmte.

Genau diese Mischung aus kölschem Frohsinn, begeisternder Musik und dem richtigen Grad an Ernsthaftigkeit waren das Erfolgsrezept. Da durften die Ovationen am Schluss der über zweistündigen Darbietung natürlich nicht fehlen. „Bis zum nächste Mol Hückelhoven, ich freue mich schon drauf“, dankte Engel.

(rie)
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