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Kniegelenk-Endoprothetik ist Thema beim DRK Erkelenz

Kniegelenk-Endoprothetik ist Thema beim DRK Erkelenz : Wann ist eine Operation am Knie nötig?

Regelmäßig lädt das DRK in Erkelenz zu gemeinsamen Vorträgen mit der LVR-Klinik für Orthopädie Viersen ein. Diesmal ging es um die Thematik der Kniegelenk-Endoprothetik und die damit verbundenen Fragen.

Die Referenten Dr. Jochen Neßler und Dr. Ingo Stolzenberg sind in Erkelenz schon bekannt. Ihre Vorträge locken regelmäßig mehr als 50 Zuhörer in den Schulungsraum des DRK an der Feuerwache. Jochen Neßler ist Oberarzt und stellvertretender ärztlicher Direktor in Viersen.

Gemeinsam mit seinem Kollegen Oberarzt Dr. Stolzenberg berät er die Patienten auch darüber, ab wann eine Operation am Knie nötig ist. Dabei ging Stolzenberg zunächst auf die Frage ein, ob in Deutschland zu schnell und zu oft künstliche Kniegelenke eingesetzt würden. Mit rund 153.000 Operationen lagen die OPs am Kniegelenk im Jahr 2014 deutlich unter den Zahlen der Hüftgelenkendoprothesen (217.000).

Die Patienten für Primärimplantate sind zumeist im Alter zwischen 60 und 79 Jahren. Zu häufig und zu schnell werde in Deutschland nicht operiert, betonte Stolzenberg. Zumeist müsse bei schmerzhaften fortgeschrittenen Arthrosen operativ behandelt werden. Das Problem der Arthrosen und damit verbundenen nötigen Operationen am Kniegelenk könne theoretisch in Deutschland rund 35 Millionen Menschen irgendwann in ihrem Leben betreffen.

Im Anschluss an den Vortrag standen die beiden Mediziner für die Fragen der Zuhörer Rede und Antwort.