Klimaschutzwoche mit Infos und Aktionen ab 1. Juli

Engagement : Klimaschutzwoche mit Infos und Aktionen

Anfang Juli startet die Stadt mit verschiedenen Akteuren in die erste Klimaschutzwoche. Dabei braucht sie das Rad nicht neu zu erfinden, wie Klimaschutzmanager Oliver Franz betont.

„Wir fangen klein an und verbinden Initiativen und Angebote, die bereits bestehen“, erläutert er. „Darüber hinaus ergänzen wir das Angebot.“ Wichtig sei, dass die Initiativen aus der Bevölkerung kämen.

Der Klimatisch ist ein solches Beispiel. Die Gruppe engagiert sich schon länger für den Klimaschutz in Erkelenz. Bei der Klimaschutzwoche ist die Gruppe mit dem Kulturforum „Prima Klima“ vertreten, zu dem sie am 2. Juli in die Leonhardskapelle einlädt. Doch auch bekannte Dienstleister wie WestVerkehr sind mit an Bord. „Wer ernsthaft Klimaschutz betreiben will, kommt am ÖPNV nicht vorbei“, betont West-Geschäftsführer Udo Winkens.

Bereits 2017 hatte das Unternehmen eine Machbarkeitsstudie zur Elektromobilität im ÖPNV in Auftrag gegeben und bei deren positivem Ergebnis einen entsprechenden Förderantrag beim Verkehrsministerium gestellt. Am Montag, 1. Juli, stellt West den neuen E-Bus um 13 Uhr am Johannismarkt vor und lädt zur Testfahrt ein. Er bietet Platz für 20 Fahrgäste und hat eine Reichweite von rund 200 Kilometern und soll als ErkaBus im innerstädtischen Verkehr zum Einsatz kommen.

Doch auch andere Bereiche stehen im Fokus, zum Beispiel die Photovoltaik. In persönlicher Beratung und einem grundsätzlichen Vortrag zum Thema informiert Energieberater Michael Berger von der Verbraucherzentrale über alle Fragen rund um das Thema. Ganz praktisch kann man das Interesse an Photovoltaik und eine Radtour am Donnerstag, 4. Juli, verbinden. Im Rahmen einer rund 30 Kilometer langen Radtour wird auch die Freiflächenanlage an der Grünannahmestelle, Ferdinand-Clasen-Straße, besichtigt. Bis nach Mönchengladbach führt eine Radtour am Freitag, wenn der Vortrag „Wege aus der Wachstumsfalle“ des Ökonomen Niko Paech auf dem Programm steht. Ganz praktisch geht es beim Kurs über klimafreundliches Kochen zu oder im Repaircafé, das eigens wegen der Klimaschutzwoche neben dem 20. Juli einen zweiten Termin im „jACK“ am Johannismarkt anbietet.

„Die Klimaschutzwoche lebt von den Ideen der Menschen“, bekräftigt der Technische Beigeordnete Ansgar Lurweg. Daher soll eine spezielle Idee die Woche begleiten. Denn Erkelenzer, die wissen, wie ihr Beitrag zum Klimaschutz aussieht, können mit ihrem Gesicht für die Idee stehen und als Botschafter auf Postkarten oder Plakaten erscheinen. So wie Martin Henkel vom Repaircafé („Ich repariere lieber, anstatt wegzuwerfen“) oder die Schülerin Lea Schuflitz, die das Fahrrad für den Schulweg dem Elterntaxi vorzieht. „So kann jeder zeigen, was er persönlich für das Klima tut“, sagte Klimaschutzmanager Franz.

Die erste Klimaschutzwoche findet während des diesjährigen dreiwöchigen Stadtradelns statt. Vom 23. Juni bis 13. Juli beteiligen sich wieder viele Bürger einzeln und im Team am Stadtradeln und wollen möglichst viele Autokilometer und damit Stickstoffausstoß vermeiden. Die Klimaschutzwoche endet dann am Sonntag, 7. Juli, mit dem Niederrheinischen Radwandertag.

Mehr von Aachener Nachrichten