Heinsberg-Schafhausen: Kleine Forscher laufen im Hallenbad übers Wasser

Heinsberg-Schafhausen : Kleine Forscher laufen im Hallenbad übers Wasser

Einen außergewöhnlichen Forschertag erlebten jetzt die Vorschulkinder der Städtischen Kindertagesstätte Schafhausen im Heinsberger Hallenbad. Gute Bildung in den Bereichen Mathematik, Informatik, Naturwissenschaften und Technik sollen auf diesem Weg schon eine passende Grundlage erhalten.

Das Motto des Tages: „Entdeck, was sich bewegt!“, setzten die Kinder voll Forschergeist um. „Forschen, Entdecken und Experimentieren liegt in der natürlichen Neugierde der Kinder begründet. Sie entdecken und erforschen ihre Umwelt mit allen Sinnen“, so die Kita-Leiterin Sabine Walrafen. Verschiedene Experimente hatten die kleinen Forscher in den vergangenen Monaten regelmäßig in der Kindertagesstätte durchgeführt. Sie simulierten einen Vulkanausbruch, bauten eine Kläranlage und ließen zum Beispiel Raketen steigen.

Besonders das Forschen rund um das Element Wasser bereitete den Kindern große Freude. Umso größer war die Begeisterung, als feststand, dass ein Forschertag im Wasser stattfinden konnte. „Entdeck, was sich bewegt!“ war der Auftrag, den die Kinder sofort tatkräftig umsetzten.

„Warum schwimmen Fische immer und müssen zwischendurch keine Pause machen und sich setzen? Warum spritzt das Wasser zur Seite, wenn ich hineinspringe? Wieso tut ein Bauchplatscher so weh? Was passiert mit dem Wasser, wenn wir uns anfassen und im Kreis laufen? Kann man übers Wasser laufen? Wieso kann ich meinen Freund im Wasser ganz leicht tragen? Die Kinder hatten viele Fragen, denen sie sofort mit Hilfe und Unterstützung ihrer Erzieherinnen und der Bademeisterin Melanie Schmitz auf den Grund gingen.

So erklärt Ben (6 Jahre) den Auftrieb: „Das Wasser besteht aus ganz vielen kleinen Wasserteilchen. Wenn etwas ins Wasser fällt, dann möchten die Teilchen nicht wirklich Platz machen und drücken dagegen.“

Besonders intensiv erforschten die Kinder die Frage „Warum ein Bauchplatscher so weh tut“. Mit verschiedenen Sprungtechniken testeten sie, wann ein Aufprall auf das Wasser wehtut und wann nicht. Die große Frage „Warum ist das so?“ konnten die Kinder mit dem Wissen, dass Wasser aus vielen kleinen Wasserteilchen besteht, nach zahlreichen Sprüngen vom Beckenrand, beantworten. „Die Wasserteilchen können nicht schnell genug Platz machen, wenn man mit dem Bauch auf das Wasser platscht!“, sagt Lina (6 Jahre).

Badleiter Ralf Weingarten bescherte den Kindern schließlich ein besonders tolles Erlebnis. In riesigen Bällen und auf einem großen Laufband durften die Kinder über das Wasser laufen.

(red)