Kirmes in Tenholt mit Partystimmung im Festzelt und Volksradfahren

Kirmes in Tenholt : Beim Volksradfahren mit Kind und Kegel unterwegs

Eine Attraktion der Tenholter Kirmes ist natürlich das Volksradfahren am Sonntag, das in diesem Jahr zum 43. Mal stattfand. Rund hundert Radler aller Alters- und Konditionsklassen machten sich ab 13 Uhr auf die rund 18 Kilometer lange Strecke durch das Erkelenzer Umland.

Für Familie Cramoysan war das ein alter Hut. Sie kennen das Erkelenzer Land und auch das Prozedere des Tenholter Volksradfahrens aus dem Eff-Eff. Schließlich nehmen die Briten aus Yorkshire schon zum achten Mal teil, wie Vater Marc verriet. Das ist natürlich kein Zufall, denn Mutter Carola stammt aus Lövenich. Und so verbinden sie den Jahresurlaub mit ihren beiden Töchtern auch gerne mit der Teilnahme am Volksradfahren. Das Radfahren sei am Niederrhein komfortabler und sicherer, betonte sie. „In Yorkshire gibt es nicht so viele befestigte Feldwege und Radwege wie hier, deshalb fahren wir dort seltener“, berichtete Carola. „Daher gehören Fahrräder bei uns in jedem Urlaub dazu.“ Auch Familienhund Benny war dabei und genoss den Ausflug vom gepolsterten Körbchen auf Herrchens Gepäckständer aus.

Die Anzahl der Teilnehmer liegt seit Jahren stabil bei rund hundert. Vor allem die günstig gewählte Strecke und die Möglichkeit der Zwischenstopps ist für junge Familien ausschlaggebend für die Teilnahme. Und so sah man neben den Fahrrädern der Erwachsenen auch viele Kinderräder und Fahrradanhänger beim Start. Da man nicht gegen die Zeit fährt, kann man sich auf der Strecke auch Zeit lassen und mit anderen Radlern ins Gespräch kommen. Bei strategisch platzierten Streckenposten konnten der Durst gelöscht und Stempel für die Teilnahmekarte gesammelt werden. Nach der Rückkehr nach Tenholt stand neben einer Tombola auch die Versteigerung von rund 40 Fahrrädern durch den Auktionator Jörg Schramm auf dem Programm. Von zwei bis rund 50 Euro reichten die Preise, für die die Räder unter den Hammer kamen.

Schon am Freitag hatte die Kirmes im Festzelt mit dem Cantus-Singen begonnen. Dabei geht es letztlich darum, sich unter strengen Regeln und singend zu betrinken und dabei Spaß zu haben. Vor einigen Jahren hatten die Ausrichter vom Radsportverein Adler diese Veranstaltung auf Anregung von Christoph Castro eingeführt, der das Cantus-Singen während des Studiums kennengelernt hatte.

Der Samstag stand im Festzelt ganz im Zeichen der schwedischen Kultband ABBA, deren Hits die Covermusiker von Merilyn spielten.

Am Montag ging es mit dem Vogelschuss und dem Klompenball weiter.

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