Kirchhovener Jecke trotzen Wind und Regen

Rosenmontagszug : Kirchhovener Narren lachen im Rosenmontagszug gegen die Schlechtwetterfront an

Der Sturm hatte sich gelegt, als gestern Morgen um 10 Uhr der erste Heinsberger Zug in Kirchhoven an den Start ging. Sogar ein paar Sonnenstrahlen ließen sich blicken, als Prinz Markus I. (Laumen) den Prinzenwagen bestieg.

Mit dabei seine Frau Irmgard als „Königin seines Herzens“, wie er sie in seiner Proklamationsrede genannt hatte. Sie durfte ihn sogar im Ornat im Zug begleiten. Alleine war der Prinz, damals von seiner Frau getrennt, im November noch vorgestellt worden. Doch sie unterstützte ihn im Prinzenteam, und so fanden die beiden wieder zusammen, sehr zur Freude von Familie und Freunden.

Als der Zug von Zugleiter „Jumma“ Jöris mit lautem „Schalalalala“ aus seinem bunt geschmückten Auto gestartet worden war, trieb der Wind jedoch schnell wieder Wolken heran. Und so mussten die Karnevalisten weiter Wind und Regen trotzen. „Man muss halt das Beste daraus machen“, sprach der pinkfarbende Flamingo, der mit den Minis der Kerkever Jekke unter dem Motto „Tierisch gut drauf“ unterwegs war.

Angeführt wurde der Zug wie in jedem Jahr von den vielen großen und teilweise mit viel Liebe zum Detail gebauten Wagen der jungen Teilnehmer. Aus Kirchhoven selbst kam die Gruppe „Just for Fun“ um Marc van Crüchten, die ihr kleines Kaninchen aus einem großen Hut zauberten. Die Wohnstätte der Lebenshilfe war traditionell als Fußgruppe dabei, und bei den Schoppeser Wollföttsches konnten die Besucher sogar das SKV-Prinzenpaar im Ritterkostüm ausmachen.

Die Vinner Mädchen machten als farbenfrohe „Octopussi´s“ im Zug mit. Die Mitglieder des Prinzenteams waren als goldene Sterne unterwegs, als Hommage an einen griechischen Weinbrand, den seine Tollität so gerne trinkt. Ganz besonders ins Zeug gelegt hatte sich die Nachbarschaft des Prinzen. Mit einem großen Schneideratelier und gar einer rollenden Nähmaschine waren sie unterwegs und symbolisierten damit den ersten Beruf, den der Prinz erlernt hat. Das Publikum am Straßenrand war begeistert.

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