Kindertagesstätte St. Gereon Brachelen feiert 150-jähriges Bestehen

Buntes Fest : Kita St. Gereon feiert 150-jähriges Bestehen

Von diesem Fest dürfte man Brachelen noch lange schwärmen: Die Kindertagesstätte St. Gereon feierte ihr 150-jähriges Bestehen. Und wie!

Das Jubiläumsfest begann in der Pfarrkirche mit einem beeindruckenden Festgottesdienst. Die Kita-Kids brachten reichlich Farbenpracht ins Gotteshaus, denn sie hatten alle jeweils einen bunten Luftballon in der Hand. Nach der Festmesse zogen die Kinder mit den Luftballons von der Kirche zur Kita am Klosterberg. Es war ein Festzug ohnegleichen, hinter den Kindern schien ganz Brachelen mitzumarschieren. Die Freiwillige Feuerwehr war für die Sicherheit beim Festzug verantwortlich, der musikalisch angeführt wurde vom Trommler- und Pfeiferkorps Brachelen.

Kita-Leiterin Sandra Deffur begrüßte im Innenhof der Kita die zahlreichen Gäste und dankte unter anderem dem Trägervertreter des KGV Hückelhoven, Kooperationspartner Haus Berg, Vertretern der GdG Hückelhoven, Ortsvereinen, Kirchenvorstand, Pfarrgemeinde, Pfarreirat, Feuerwehr und vielen weiteren Gästen. Auch viele ehemalige Kolleginnen feierten mit, ebenso wie Vertreter befreundeter Kitas sowie der Grundschule.

Großen Applaus gab es für Pater Dr. Thomas Klosterkamp, der aus Rom angereist war und die beeindruckende Messe zelebriert hatte. Und es gab natürlich ein Dankeschön schlechthin an die Kinder, die tatkräftig mitgeholfen hatten, um dieses Fest mit vorzubereiten.

Eine besondere Erwähnung fand Marie-Luise Lischka: Fast ein Drittel der 150 Jahre war sie Leiterin der Kita.

Beim geschichtlichen Rückblick – der Heimatverein Brachelen hat die Historie des Kindergartens aufgearbeitet – staunten viele Festgäste. Sie erfuhren beispielsweise, dass das Gebäude am Klosterberg einst ein Rittersitz war. 1865 erwarb der damalige Pfarrer Rademacher diesen Rittersitz, stiftete ihn dann Jahre später der katholischen Pfarrgemeinde.

Es folgte eine sehr wechselhafte Geschichte: 1869 waren es Nonnen, die Kinder arbeitender Eltern beaufsichtigten und betreuten und somit das Fundament der heutigen Kindertagesstätte schufen. Einige Anwesende konnten sich noch an das Jubiläumsfest zum 100-jährigen Bestehen im Jahre 1969 erinnern, damals war Schwester Emmerich die Leiterin bis 1973, dann übernahm Marie-Luise Lischka die Leitung.

Neben historischen Hintergründen gab es natürlich auch ein schönes Unterhaltungsprogramm für Alt und Jung, das keine Langeweile aufkommen ließ.

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