Feuerwehr heute und früher: Kameradschaftsabend der Ehrenabteilungen hat familiären Charakter

Feuerwehr heute und früher : Kameradschaftsabend der Ehrenabteilungen hat familiären Charakter

Die Feuerwehr der Stadt Geilenkirchen war ein würdiger Gastgeber für den Kameradschaftsabend der Feuerwehr-Ehrenabteilungen aus dem Kreis Heinsberg. Hubert Bündgens begrüßte im Festzelt in Prummern mehr als 300 Kameraden und führte gekonnt durch das Programm.

Claus Vaehsen, stellvertretender Kreisbrandmeister, überbrachte die Grüße des dienstlich verhinderten Kreisbrandmeisters Klaus Bodden. Dieses 44. Treffen der Ehrenabteilungen erfuhr Wertschätzung durch die Politik: Viele Bürgermeister und Repräsentanten aus den Städten und Gemeinden sowie der Kreisverwaltung wurden begrüßt. Aus den gesamten Kreisgebiet waren Wehrfahrzeuge nach Prummern gekommen; da schlug so manches Feuerwehrherz höher. Vaehsen freute sich, dass viele Feuerwehrkameraden an diesem Abend im Einsatz waren und damit auch ihre Verbundenheit gegenüber den verdienten Kameraden zum Ausdruck brachten.

Beim Treffen der Feuerwehr-Ehrenabteilungen aus dem Kreis Heinsberg in Geilenkirchen-Prummern waren die Moonlights aus Tripsrath im Programm zu erleben. Fotos (3): agsb. Foto: agsb

Beim Totengedenken spielte der Feuerwehrmusikzug „Der gute Kamerad“. Geilenkirchens Bürgermeister Georg Schmitz sprach im Namen aller Kollegen und Ratsmitglieder sowie der Einwohnern Dank an die Löscheinheiten aus — Dank für ein ehrenamtliches Engagement mit unermüdlichem Einsatz. Durch ihren Einsatz hätten die Wehrleute Hab und Gut und sogar Leben vieler Einwohner im Kreis Heinsberg gerettet und das Gemeinwohl stets vor ihr eigenes Leben gestellt.

„Feuerwehr heute — Feuerwehr früher“, so lautete ein Motto. Foto: agsb.

Viele Mitglieder der Ehrenabteilungen nutzten das Treffen, um Freunde zu treffen; diese Abende haben familiären Charakter. Claus Vaehsen berichtete über die neue Leitstelle in Erkelenz und erhöhtes Einsatzaufkommen: Die Zahl der Brandereignisse schnellte demnach im Juli aufgrund der extremen Witterung auf 302 in die Höhe — gegenüber 111 im Juli 2017. Im August waren es 216 Einsätze gegenüber 77 im August 2017. Vaehsen lobte Gemeinden und Städte für vorbildliche Umsetzung des Brandschutzbedarfsplans und beste Zusammenarbeit.

Traditionell wurde bei diesem Treffen des Kreisfeuerwehrverbandes der älteste Teilnehmer ermittelt. Dies war Hubert Rausch (90 Jahre) aus Übach.

Im bunten Rahmenprogramm sorgte das Trommler- und Pfeiferkorps Prummern für den guten Ton. Tanzmariechen Celine (Süggerather Spätlese) und die Showtanzgruppe Moonlights aus Tripsrath entfachten Beifallstürme. Wie zuvor auch Julia Capellmann (KG Stöher Sankhase): Die 13jährige erwies sich als Talent in der Narrenbütt. Ein weiterer Höhepunkt: „Feuerwehr heute — Feuerwehr früher“. Feuerwehrbekleidung im Wandel der Zeit wurde vorgestellt. Und als ein Kamerad mit alter Handsäge zur Tat schritt, während die neue Motorsäge streikte, durfte gelacht werden — nach der Devise: „Früher war vieles besser!“ Die Wehrleute aus Teveren, Gillrath und Prummern hatten für eine tolle Präsentation gesorgt.

(agsb)
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