Erkelenz: Junge Forscherin überzeugt mit Kunststoff aus Sonnenblumenöl

Erkelenz: Junge Forscherin überzeugt mit Kunststoff aus Sonnenblumenöl

„Es war wieder ein grandioser Wettbewerb mit vielen tollen Projekten, viel Forschergeist und stolzen Siegern in Krefeld.“ Dr. Ralf Wimmer, der seitens der Unternehmerschaft Niederrhein für die niederrheinische Version von Deutschlands bekanntestem Nachwuchsforscher-Wettbewerb verantwortlich ist, blickt zufrieden auf den Wettbewerbstag zurück.

„Wir hatten in diesem Jahr eine Rekordbeteiligung und viele außergewöhnlich gute Arbeiten am Start. Die Jury hatte keine leicht Aufgabe“, so Dr. Wimmer. Anna Dechow, 13, vom Cusanus-Gymnasium Erkelenz (Klasse 8b) war bereits zum dritten Mal dabei — und schaffte Rang 2.

Präsentiert und pramiert: Anna Dechow mit ihren Arbeitsergebnissen.

In diesem Jahr beschäftigte sich die Erkelenzerin mit den Auswirkungen für Mensch und Umwelt, die bei der zukünftigen Herstellung von Kunststoffen aus Sonnenblumenöl entstehen könnten. Anna Dechow nutzte die öffentlichen Wahlveranstaltungen im September 2013, um verschiedene Politiker zu diesem Thema zu befragen.

Dabei traf sie die Bundestagsabgeordneten Wilfried Oellers von der CDU, wie auch Norbert Spinrath von der SPD. Zu Ihrer großen Überraschung bekam Anna einen persönlichen Termin beim Präsident des Europäischen Parlamentes, Martin Schulz. Anna Dechow wollte von den Politikern wissen, wie sie zu diesem ökologischen Thema stehen. Betreut wurde Anna Dechow von Dr. Guido Walther vom Leibniz-Institut für Katalyse an der Universität in Rostock.

In den Herbstferien ging es dann ins Labor nach Rostock. Dort befasste sich Anna Dechow mit der Herstellung von neuartigen Hochleistungs-Polymeren aus nachwachsenden Rohstoffen. Sie konnte am Beispiel von Sonnenblumenöl einen Teil des Herstellungsprozesses begleiten. Beim Regionalwettbewerb in Krefeld belegte sie mit ihrer Arbeit in der Rubrik „Arbeitswelt“ den zweiten Platz.

Außerdem bekam sie den Sonderpreis der Fachhochschule Krefeld, der bei 406 Teilnehmern nur einmal vergeben wurde. Gleichzeitig erhielt sie eine persönliche Einladung von Andrea Wanninger, Prof. Dr. für Organische Chemie an die Fachhochschule Niederrhein.