Jugend aktiv: Jugendliche können weiter Brücken zwischen Russland und Deutschland bauen

Jugend aktiv : Jugendliche können weiter Brücken zwischen Russland und Deutschland bauen

„Wir sollten Merkel und Putin mal einladen, damit sie sehen, wie man Politik macht“, flachsten die deutschen und russischen Freunde, als sie sich im russischen Arsamas trafen. Vier Mitglieder des Vereins „Jugend aktiv“ aus dem Kreis Heinsberg weilten vor Kurzem in Arsamas und stellten die Weichen für die zukünftige Beziehung.

Vorsitzender Daniel Brunner, Ex-Vorsitzender Willi Engels, Ex-Vorstandsmitglied Christoph Kirstein und Dolmetscherin Lydia Horst waren zu Gast in Arsamas, im Gebiet der Millionenstadt Nischni Nowgorod, die flächenmäßig so groß ist wie Österreich. Hier wurde die Grundlagen für die weiteren deutsch-russischen Jugendbegegnungen gelegt. Vor 22 Jahren hatte mit diesem Jugendaustausch eine Erfolgsgeschichte begonnen. Da war der neue Vorsitzender Daniel Brunner von „Jugend aktiv“ noch nicht geboren. In drei Jahren feiert der Jugendaustausch sein Silberjubiläum, das groß gefeiert werden soll.

Während die russischen Jugendlichen von den Erlebnissen in Deutschland schwärmen, schwärmen die deutschen Jugendlichen von der Gastfreundlichkeit in Russland. Und diese Gastfreundschaft und besonderer Herzlichkeit erlebte auch die Delegation aus Heinsberg wieder. Zahlreiche Freunde aus den bisherigen Begegnungen waren gekommen. Ex-Vorsitzender Willi Engels berichtet mit leuchtenden Augen: „Hier wird dann alles liegengelassen und man nimmt sich Zeit für seine Gäste, sogar Nachbarn reihten sich ein und feierten einfach mit.“

Im Rathaus Arsamas hatte der Vorsitzende Daniel Brunner zuvor seinen großen Auftritt. Der 18-Jährige mit russischen Wurzeln spricht perfekt russisch und unterzeichnete gemeinsam mit Bürgermeister Alexandr Schelekov eine Verlängerung des Austausches um weitere fünf Jahre.

Die Fördergelder dafür kamen zuvor aus dem Haushaltstopf, aufgrund vieler neuer Anträge schienen die Gelder aber knapp zu werden. Doch Igor Plotitschkin, Vorsitzender der Duma (Unterhaus im russischen Parlament), setzte sich dafür ein, dass die Jugendbegegnungen weiterhin im Haushalt bedacht werden. Denn in Arsamas haben die deutsch-russischen Jugendbegegnungen einen besonderen Stellenwert, und zwar nicht nur für die Jugend. Auch die Politiker merken aus den Gesprächen mit den Jugendlichen, dass Begegnungen nicht nur Ferienaufenthalte sind, sie sind prägend für ihren weiteren Lebensweg.

Und so wurde auch im Rathaus Arsamas nicht in Frage gestellt, ob dieser Austausch weitergeführt wird. Bürgermeister Alexandr Schelekov sowie Igor Plotitschkin und Artem Jurawlew Leiter des Sport- und Jugendamts dankten dem Verein „Jugend aktiv“ für sein Engagement.