Hückelhoven: Jürgen B. Hausmann präsentiert „Frühling, Flanzen, Feiertare“

Hückelhoven : Jürgen B. Hausmann präsentiert „Frühling, Flanzen, Feiertare“

Seine Heimat ist Alsdorf, doch inzwischen hat er auf den Bühnen in der ganzen Republik ein Zuhause gefunden. Da wundert es auch nicht, dass die Hückelhovener Aula bis auf den letzten Platz gefüllt war, als er in der alten Zechenstadt zu Gast war. Die Rede ist von Jürgen B. Hausmann.

Der Titel seines neuen Programms „Frühling, Flanzen, Feiertare“ ließ schon erahnen, worum sich der Abend drehen würde. Da würden Hobbygärtner mit Sicherheit auf ihre Kosten kommen, ganz abgesehen von den Finessen der Aussprache, die in unserer Region so üblich sind. „Hatten wir dieses Jahr überhaupt einen Frühling?“, fragte der Hausmann in die Runde. „Gefühlt sind wir doch direkt vom tiefsten Winter in den Hochsommer geschlittert“, beobachtete er.

Aber jetzt, wo der Sommer nun mal da sei, müsse man sich ja umso mehr um seinen Garten kümmern. „Und vor allem um den Rasen“, fügte er noch hinzu. In akribischen und messerscharfen Analysen gab der ehemalige Lehrer für Latein und Geschichte so einige Gärtnerweisheiten von sich. Vor allem die Bewässerung des heiß geliebten Grüns sei natürlich im Moment gerade immens wichtig. „Aber gießte nem oder sprengste nem, denn regne et und der Petrus sitzt oben und lacht sich schlapp“, so der Alsdorfer. „Wie recht er hat“, hörte man neben lautem Gelächter aus dem Publikum.

Durch seine unnachahmliche Fähigkeit, die Eigenarten der rheinischen Lebensart herauszustellen, begeisterte er auch an diesem Abend seine Zuschauer. Schon gleich zu Beginn konnten sich einige im Publikum einen lauten Lachanfall nicht verkneifen. „Das wird heute interessant, Harald“, rief „der Hausmann“ seiner musikalischen Begleitung Harald Claßen zu.

Dazu beigetragen hat auch mit Sicherheit nicht zuletzt das Bühnenbild. Umgeben von bunten Blumen, Gießkannen und Hecken gab der selbst ernannte Hobbygärtner in grünem Kittel ein herrliches Bild ab. Die Tücken des Heckeschneidens oder Rasenmähens führte er hautnah und realistisch vor. Natürlich waren alle Gerätschaften wie Heckenschere, Rasenmäher oder Laubgebläse „parat“. „Aber nach den lästigen Aufgaben, die man im Garten zu erledijen hat, gibbet ja auch schöne Sachen“, versprach Hausmann. Er persönlich freue sich immer, die Wäsche im Garten aufzuhängen. „Aber natürlich nur, wenn es warm ist und die Nachbarin draußen ist“, erklärte er mit einem verschmitzten Lächeln.

Das berühmte i-Tüpfelchen auf diesem wirklich amüsanten Programm waren die Songs, die Jürgen B. Hausmann zum Besten gab. Darunter unterem anderem Titel wie „Baby de Heck“, oder „Skandal hier in het Beet“, angelehnt an den beliebten Klassiker der Spider Murphy Gang aus dem Jahr 1981. Eines war nach diesem Abend jedenfalls sicher. Eine bessere Vorbereitung für die Gartensaison hätte es nicht geben können.

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