Jörg I. und Sylvia Buchta regieren in Effeld

Jörg I. und Sylvia Buchta regieren in Effeld : Kaffeemänn proklamieren Prinzenpaar: Ein gut gehütetes Geheimnis

Mit ihrem traditionellen Kaffeeklatsch und dem „Karneval der leisen Töne“, so der neue Untertitel, ist die KG Effelder Kaffeemänn in ihre Session gestartet. Höhepunkt war dabei nach gut zwei Stunden Programm wie immer die Proklamation des neuen Prinzenpaares, dessen Identität in Effeld tatsächlich ein gut gehütetes Geheimnis bleibt.

Unter großem Jubel bahnten sich dann schließlich, angeführt von den Gardetänzerinnen und den Tanzmariechen, Jörg I. und Sylvia Buchta den Weg zur Bühne. Diese hatte erstmals einen zusätzlichen Bühnengraben bis zu den ersten Tischen erhalten, sodass auch für allen sitzenden Gäste der Blick zur Bühne immer frei blieb.

Auf der Bühne angekommen, stellte Präsident Pascal Schüren die neuen Tollitäten vor: die Prinzessin als Effelder Urgestein, den Prinzen als gebürtigen Orsbecker. 2017 sei der Prinz in den Elferrat aufgenommen und zunächst mit den einfachsten Aufgaben betraut worden. „Bier holen, Tür aufhalten“, witzelte Schüren. Im vergangenen Jahr habe er dann schon alleine die Bühnenelemente tragen dürfen. Nicht unerwähnt ließ er drei Töchter in den Tanzgarden. „Wir haben Euch sehr ins Herz geschlossen. Ihr seid hier nicht mehr wegzudenken“, erklärte er dann. „Wir sind stolz, Euch in diesem Jahr an unserer Spitze zu haben!“

Nachdem er sein Zepter und die Prinzessin einen großen Blumenstrauß erhalten hatte, verlas der neue Prinz seine närrischen Paragraphen, wieder einmal sehr zur Erheiterung des Publikums. So forderte er eine bessere Bewirtung der Gastronomie am Waldsee. Da es dort kaum etwas zu trinken gebe, „kommt selbst die Polizei nicht mehr, da die Aussicht auf eine Blutprobe nicht mehr besteht“, erklärte er. Auf Wunsch des Ortsvorstehers Alexander Staas werde der der Martinusplatz nun umbenannt in Alexanderplatz, so Jörg I. weiter.

Da jeder seinen Platz sauber halten müsse, könne die Dorfgemeinschaft von dieser Regelung nur profitieren. Trommler- und Pfeiferkorps sowie Instrumentalverein wurden aufgefordert, gemeinsam ein Oktoberfest auszurichten und die „Kampftrinkerschwestern“ im Kegelclub der Prinzessin zu Hofdamen ernannt. Schließlich rief der Prinz alle Anwesenden auf, sich an den Karnevalsveranstaltungen zu beteiligen. „Macht et so, wie et schon immer woar, Effeld, de Bahn is kloar!“, rief er aus.

Der Dank von Schüren ging auch an Ehrenpräsident Ewald Schmitz, der wieder durch das Programm geführt hatte, auf das die Gäste mit dem alten Vereinslied eingestimmt worden waren. Eisbrecher in der Bütt waren dann Liam Grondowy und Lennox Busch, beide gerade einmal neun Jahre alt, die davon erzählten, wie schwer´s ein kleiner Junge hat. Beide träumten davon, schon 18 Jahre alt zu sein. Der Senior in der Bütt, Berthold Ohlenforst, feuerte wieder gekonnt sein Witzefeuerwerk ab, und auch Petra Görtz begeisterte als Disco-Mama, die in der Disco ihren Sohn traf. Als „Miss Knaller der Kaffeemänn“ begrüßte Schmitz schließlich Christa Grondowy auf der Bühne, die von ihren Erlebnissen als neue Kellnerin in Effelds Gastronomie berichtete.

Dass sich die Effelder auch weiterhin um Nachwuchs nicht sorgen müssen, bewiesen die Dansflüe, die Butterflies, die Sunny Girls und die Coffee-Beans. Mit einem gesungenen Medley lockerten Berthold Ohlenforst, Bernd Stamm und Norbert Bodden das Programm auf. Als Geschenk für den Prinzen tanzte Kempens Tanzmariechen Jenny Peggen, da Effelds Mariechen Michelle Schüren verletzt war. Mit dem neuen Vereinslied klang der Kaffeeklatsch aus.

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