„Solidarität verbindet in Vielfalt“: Interkulturelle Woche am Gymnasium Hückelhoven

„Solidarität verbindet in Vielfalt“ : Interkulturelle Woche am Gymnasium Hückelhoven

Die Interkulturelle Woche in Hückelhoven beginnt am Samstag, 22. September, um 17 Uhr im C-Gebäude des Gymnasiums Hückelhoven mit einer Auftaktveranstaltung. Sie steht unter dem Titel „Solidarität verbindet in Vielfalt“. Damit lenken die Veranstalter den Blick auf das Werteverständnis von Solidarität, die eine Grundlage des gesellschaftlichen Miteinanders darstelle.

„Ausgehend von aktuellen Ereignissen der Fremdenfeindlichkeit, des Antisemitismus und anderen gruppenbezogenen Anfeindungen zeigen wir mit dem geschichtlichen Bezug zu Anne Frank, wohin eine entsolidarisierte Gesellschaft führen kann“, heißt es vom Gymnasium Hückelhoven, das zum Kreis der Gestalter und Unterstützer der Interkulturellen Woche zählt.

In Beiträgen von Schülern aus einer Internationalen Vorbereitungsklasse des Gymnasiums soll deutlich werden, was das Einleben hier in Deutschland für sie bedeutet, ohne den Bezug zu ihrem Herkunftsland aufzugeben.

„Als positive Zeichen einer gelebten Solidarität wollen wir zwei Projekte unserer Schule vorstellen. Eine achte Klasse hat sich gemeinsam mit Menschen mit Behinderung dem Thema Inklusion gewidmet und zeigt auch, wie in anderen Ländern damit umgegangen wird“, so das Gymnasium Hückelhoven. Im zweiten Projekt geht es um solidarisches Handeln mit Menschen aus Brasilien, denn Offenheit für den anderen habe nicht nur ihre Bedeutung vor Ort, sondern auch für die Herkunftsregion und bei der Suche nach Verbindendem. „Wir unterstützen schon lange den Zisternenbau im Nordosten Brasiliens, um somit zur Verbesserung der Lebensbedingungen und Existenzgrundlage, das heißt einer gesicherten kleinbäuerlichen Landwirtschaft, beizutragen“, teilte die Schule mit. Musikalische Beiträge begleiten die Veranstaltung.

Außerdem werden an diesem Nachmittag zwei Ausstellungen eröffnet, nämlich eine in dem Projekt erarbeitete zum Thema Inklusion; die andere ist eine Fotoausstellung „Gegen das Vergessen“, die vor dem Hintergrund der einstigen nationalsozialistischen Gewaltherrschaft mahnen und Gesicht zeigen will.

Ein „Abend der Kulturen“ findet am Montag, 24. September, um 19 Uhr ebenfalls im Rahmen der Interkulturellen Woche in der Aula des Gymnasiums Hückelhoven statt. Der Eintritt ist frei.

Bilder, Lieder, Tanz

Seit 2013 stelle dieser besondere Abend verschiedene Kulturen und die damit verbundenen Lebensweisen in Bildern, Liedern, Tanz und Präsentation vor, teilte die Stadt Hückelhoven mit. Getragen wird die Veranstaltung von Menschen, die aus diesen Ländern stammen oder eine besondere Verbindung dazu haben. Beim diesjährigen „Abend der Kulturen“ ist eine Gruppe von Jugendlichen aus arabischen Ländern dabei, die mit ihrem Projekt „Freiheit“ vor zwei Jahren den Teresa-Bock-Preis für gelungene Integration gewonnen hat. Sie singen, rappen und tanzen und berichten von ihren Herkunftsländern, vor allem aber vom Walheimer Projekt „Freiheit“.

Außerdem ist der Verein Kolorit mit einer Kindertanzgruppe und dem Chor Rjabinushka dabei. Einen zweiten Schwerpunkt bildet Thailand. Mit Sansibar wird auch die Insel vor Tansania betrachtet, und zwar aus der Perspektive eines Deutschen, der eine Zeit lang dort gelebt und die Kultur kennengelernt hat.

„Mit dieser bunten Vielfalt soll gezeigt werden, dass interkulturelles Miteinander bereichert, wenn man sich begegnet und den anderen in seiner kulturellen Eigenheit offen annimmt, das Verbindende über alle kulturelle Unterschiede hinweg sieht und sich damit gegen Ausgrenzung und Diskriminierung wendet“, heißt es von der Stadtverwaltung.

Die Schirmherrschaft für die Interkulturelle Woche hat Landrat Stephan Pusch (CDU) übernommen.

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