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Nach Corona-Stopp: In Bussen gibt es wieder Fahrausweise

Nach Corona-Stopp : In Bussen gibt es wieder Fahrausweise

Seit dem 19. März war aufgrund der Corona-Pandemie der vordere Bereich der west-Busse abgesperrt, sodass Fahrkunden die hinteren Fahrzeugtüren zum Ein- und Aussteigen nutzen mussten und der Fahrausweisverkauf über das Fahrpersonal nicht möglich war. Das ändert sich nun wieder.

„Wir möchten einen Beitrag leisten, auch im ÖPNV wieder ein Stück Normalität einziehen zu lassen“, so Udo Winkens, Geschäftsführer der WestVerkehr GmbH (west). „Durch den fehlenden Barverkauf in unseren Fahrzeugen seit Beginn der Krise haben wir Einnahmeverluste von fast einer Million Euro zu verzeichnen“, sagt Udo Winkens.

Die Fahrgäste wurden gebeten, ihren Fahrschein vorab in den Vorverkaufsstellen und über die Apps mobil.nrw, HandyTicket Deutschland sowie den DB Navigator zu kaufen. Weiterhin appellierte das Verkehrsunternehmen an die Ehrlichkeit der Kunden, den Fahrpreis auf das Bankkonto der west zu überweisen. Überweisungen über den Fahrpreis wurden laut Winkens jedoch nur verschwindend gering wahrgenommen. Es habe in den Bussen der west „eine gewisse beständige“ Zahl an Schwarzfahrern gegeben. „Wir handeln im Sinne unserer ehrlichen Fahrkunden und möchten sowohl den Fahrausweisverkauf als auch die -kontrolle beim Fahrpersonal wieder aufnehmen“, sagt Udo Winkens.

Um dies unter den Corona-Bestimmungen sicherstellen zu können, hat die west damit begonnen, nach und nach alle Fahrzeuge mit Schutzscheiben im Fahrerbereich auszurüsten. Somit werden der vordere Einstieg sowie ein Verkauf von Fahrausweisen beim Fahrpersonal zeitnah wieder möglich sein. Die Fahrzeuge der west und ihrer Vertragspartner, die bereits umgerüstet sind, werden die vorderen Türen wieder öffnen und der Einstieg sowie der Fahrkartenverkauf sind dort wieder möglich. Bleibt die vordere Türe geschlossen, ist noch keine Schutzscheibe vorhanden. In diesem Fall bittet die west ihre Fahrgäste, weiterhin hinten einzusteigen.

Ein Großteil der im MultiBus-Verkehr eingesetzten Kleinbusse ist laut Unternehmen bereits mit Schutzvorrichtungen ausgestattet, sodass dort bereits der Fahrausweisverkauf wieder wie gewohnt stattfinden kann.