Heinsberg-Porselen: Im Chor St. Mariä Rosenkranz Porselen geben die Damen den Ton an

Heinsberg-Porselen : Im Chor St. Mariä Rosenkranz Porselen geben die Damen den Ton an

Mit einer Jubiläumsmesse startete der Kirchenchor St. Mariä Rosenkranz Porselen in sein Jubiläumsjahr zum 125-jährigen Bestehen. Gemeinsam mit den befreundeten Kirchenchören aus Eschweiler und Oberbruch wurde die Jubiläumsmesse gestaltet, anschließend traf man sich im Pfarrheim zum Empfang.

Hier begrüßte Vorsitzender Gerd-Josef Fratz die zahlreichen Gäste. Ein besonderer Gruß galt Diakon Michael Krause und dem Ehrenvorsitzenden Lambert Lowis sowie den Ehrenmitgliedern des Chores.

Fratz dankte weiter den Gastchören für ihre Teilnahme am Gottesdienst. Wobei Gerd-Josef Fratz dem Chorleiter Andreas Immekeppel besonderen Dank aussprach. „Andreas, wir sind froh, dass wir Dich haben“, so der Vorsitzende unter tosendem Applaus — besonders des heimischen Chores. Unvergessen war auch Dieter Schwaak — er war von 1973 bis 2008 insgesamt 35 Jahre aktiv.

Der Chor wurde als Gesangverein St. Gregorius im Jahre 1893 gegründet. Am Ende des Zweiten Weltkrieges wurde das Vereinsleben wieder aktiver. Der Gesangverein vereinte sich mit dem Marienchor und nannte sich fortan Kirchenchor St. Gregorius Porselen. Am 20. Februar 1978 fasste der Chor auf der Generalversammlung den Entschluss zur erneuten Umbenennung und nannte sich fortan Kirchenchor St. Mariä Rosenkranz Porselen. 22 männliche Sangesfreunde waren im Gründungsjahr 1893 dabei.

Wobei das weibliche Geschlecht besonders nach dem Zweiten Weltkrieg den Ton angab. So sangen 1947 in Porselen 15 Männer und 19 Frauen, 1958 waren es 17 Männer- und 20 Frauenstimmen. Es folgte ein ständiges Auf und Ab im aktiven Mitgliederbereich — zum 90-Jährigen waren es noch stolze 36 aktive Mitglieder, 14 Männer und 20 Frauen.

Im aktuellen Jubiläumsjahr muss der Chor wie vielerorts dem Wandel der Zeit Tribut zollen: Es fehlt die Jugend. Der Altersdurchschnitt liegt bei mehr als 50 Jahren.

Ausgerechnet im Jubiläumsjahr blickt der Chor auf den niedrigsten aktiven Mitgliederbestand. Drei Männer sind noch dabei und 16 Frauen.

In der Chronik sind zwei Ereignisse unvergessen. 1993 erhielt der Chor aus den Händen des damaligen Bundespräsidenten Richard von Weizsäcker die „Zelter-Plakette“ für die Verdienste um die Pflege der Chormusik. Und im Oktober 1978 wurde mit dem einstigen Showmaster Lou van Burg in Dortmund gemeinsam eine Schallplatte aufgenommen.