Haushaltsplanung 2020: Hückelhoven wächst auf „solider Basis“ weiter

Haushaltsplanung 2020 : Hückelhoven wächst auf „solider Basis“ weiter

In der Stadt Hückelhoven steht es gut um die Finanzen. Das dritte Jahr in Folge prognostiziert die Haushaltsplanung einen Überschuss – und für 2020 einen recht deutlichen, nämlich gut 4,3 Millionen Euro. Bürgermeister Bernd Jansen findet diesen Umstand zumindest mal „bemerkenswert“.

Besonders investieren möchte die Stadt im kommenden Jahr in verschiedene Baumaßnahmen: Knapp 12,4 Millionen Euro sind dafür eingeplant.

Im Hochbaubereich liegt der städtische Schwerpunkt auf der Bildung. So soll zum Beispiel im kommenden Jahr die Kita an der Tannenstraße in Hilfarth fertig werden, die Einrichtung in Kleingladbach soll erweitert werden. Außerdem soll die Grundschule in Hilfarth entstehen, Kostenpunkt insgesamt: 7,3 Millionen Euro. Die Grundschulen in Baal, Ratheim und die Förderschule Peter-Jordan-Schule bekommen ihre OGS-Räume aus- beziehungsweise neugebaut. Außerdem soll für 2020 die neue Mehrzweckhalle in Ratheim gebaut werden.

Das Neubaugebiet in Brachelen ist ebenfalls im kommenden Haushaltsjahr eingeplant. Außerdem plant die Stadt, neue Grundstücke in Ratheim, Kleingladbach und Hilfarth zu kaufen, damit dort neue Bau- und Gewerbegebiete entstehen können. Bürgermeister Jansen zeigt sich zufrieden und stellt fest, die Stadt wachse „auf einer soliden Basis“ weiter.

„Gute Einkommenssituation“

Im Vergleich zur Planung für 2019 bedeutet der Überschuss von rund 4,3 Millionen Euro eine Steigerung von knapp 3,2 Millionen Euro. Aber, das räumt Jansen ein, noch sei fraglich, ob der Überschuss 2019 in dieser Höhe tatsächlich erreicht werden kann.

Im Vergleich zu den Vorjahren steigen die Steuerabgaben an die Stadt weiter an. Das zeige, dass sich die Einkommenssituation der Einwohner weiter verbessert, sagt Kämmerer Mario Schmitz.

Der Schuldenstand der Stadt liegt rechnerisch im neuen Haushaltsplan bei knapp 76,7 Millionen Euro. Eigentlich hatte die Stadt im vorigen Jahr geplant, sich netto ab 2019 nicht mehr neu zu verschulden, das lasse sich allerdings nicht verwirklichen, sagt Schmitz. Die Stadt könne sich leisten, neue Kredite aufzunehmen, weil die in aller Regel aus verschiedenen Förderprogrammen stammten und das Zinsniveau nach wie vor niedrig ist. Und: Obwohl, sagt Schmitz weiter, die Verschuldung der Stadt bis 2021 also anwachse, verbessere sich die finanzielle Situation dennoch. Schmitz geht von einer kleinen Entschuldung im Jahr 2019 aus und sagt: „Im Vergleich zur Planung im Jahr 2018 hat sich die Lage in diesem Jahr für 2020 verbessert.“