Hückelhoven: „Hückelhoven verbindet“: Bürger feiern Fest der Kulturen

Hückelhoven: „Hückelhoven verbindet“: Bürger feiern Fest der Kulturen

Unter dem Motto „Hückelhoven verbindet“ wird am Sonntag, 6. April, ein Fest der Kulturen gefeiert. Mit dem Fest bekennt sich die Stadt zu ihrem multikulturellen Charakter.

2010 entstand die Idee zu einem solchen Fest „wie aus dem Nichts“, erinnert sich Organisator Heinz-Josef Schmitz. Gemeinsam mit dem Stadtmarketing und der Werbegemeinschaft und vor allem vielen Vereinen und Gruppen wurde ein Fest auf die Beine gestellt, bei dem sich alle Nationen präsentieren konnten. „Da kommen Freunde zusammen“, betont Bürgermeister Bernd Jansen, der auch in diesem Jahr wieder die Schirmherrschaft übernommen hat.

Das verbindende Thema des vorigen Festes war der Sport. In diesem Jahr sind es Musik, Tanz und Gesang. Dazu trägt auch der Förderverein Con brio bei, der das Fest schon am Samstagabend mit einem außergewöhnlichen Konzert eröffnen wird: Nach rund einjähriger Bemühung ist den Freunde der Kammermusik gelungen, ein Quintett mit Musikern des „Turkish Chamber Orchestra“ für einen Auftritt nach Hückelhoven in die Aula zu holen.

Das Orchester und das Quintett werden von dem Pianisten Betin Günes geleitet. Die Besucher erwartet eine Mischung aus klassischer westlicher und türkischer Musik mit sehr orientalischen Harmonien sowie auch türkischen Volksliedern. Mit dem Konzert wollen die Organisatoren ein möglichst breites Publikum ansprechen.

Am Sonntag nehmen rund 40 Gruppen und Vereine am Fest der Kulturen teil. Integrative Projekte wie das mit dem Integrationspreis der Sparkasse ausgezeichnete „zusammenNähen“ und die „Lebensretter“, eine Initiative der Moscheegemeinde der VIKZ, die Jugendliche in Erster Hilfe ausbildet. Der Hückelhovener Musiker Ibrahim-Kaan Cevahir präsentiert mit Kindern der Grundschule An der Burg das Musikprojekt „all´UNISON“. Die Peter-Jordan-Förderschule beweist, dass Integration auch durch den Magen geht.

Und ein sehr aktuelles Projekt sind die „Flüchtlingspaten“, eine Initiative, die sich der Aufgabe widmet, Flüchtlinge willkommen zu heißen und ihnen zu helfen, mit dem neuen Alltag klar zukommen.

Der Gedanke des Kulturfestes habe sich längst verselbstständigt, betont die Ehrenamtskoordinatorin Petra Hudler. Nur so könne man ein solches Fest überhaupt auf die Beine stellen. „Hückelhoven verbindet“ findet alle zwei Jahre statt. Auch diesmal wieder ist es mit einem verkaufsoffenen Sonntag in der Innenstadt verbunden, wovon sich die Organisatoren auch mehr Besucher erhoffen. Auch in den Schaufenstern werben jetzt wieder kleine bunte Holzmännchen, die einen Kreis bilden, für das Fest der Kulturen.

An Besuchern hat es schon beim letzten Fest nicht gemangelt. „Das Fest wird von den Bürgern angenommen“, betont Jansen. Der Zuspruch war so groß, dass Schmitz und seine Mitorganisatoren einigen Interessenten absagen mussten, weil es sonst zu voll geworden wäre.

(hewi)