Hubert Minkenberg als Bürgermeisterkandidat in Hückelhoven

Bürgermeisterkandidat in Hückelhoven : Musikpädagoge möchte bald den Ton angeben

Im nächsten Jahr sind in NRW Kommunalwahlen. Die Grünen in Hückelhoven sind guter Dinge, dass sie der CDU die absolute Mehrheit im Rat wegnehmen können. Auch für die Bürgermeisterwahl haben sie bereits einen Kandidaten festgelegt.

Die Grünen sind derzeit gut drauf – auch die in Hückelhoven: „Der Trend ist uns gewogen“, konstatiert Vorstandssprecher Ulrich Horst bei der Mitgliederversammlung im Hotel Am Park. „Aber“, schiebt Horst gleich hinterher, „der Ton wird rauer werden in den kommenden Monaten“. Er muss da nicht Prophet sein, ein Blick in den Kalender genügt: Im nächsten Jahr sind in NRW Kommunalwahlen. „Die Zeiten, in der die CDU 60 Prozent bekommt, die sind vorbei“, sagte der Vorstandssprecher.

Auch hier schiebt er sofort ein „Aber“ hinterher: „Wir wissen nicht, ob und wie und mit wem die AfD antritt.“ Das ist für die Grünen in Hückelhoven weniger schön. Denn: „Die AfD ist unser ideologischer Gegner“, stellt Horst klar. Also hält man sich vorerst an das, was ist und legt gleich die Messlatte an, die man bei den Wahlen 2020 nicht reißen will: „Wir werden der CDU ihre absolute Mehrheit im Rat wegnehmen.“ Der Startschuss für die Kommunalwahl ist nicht zu überhören.

 Die breite Brust, mit der die Grünen auch in Hückelhoven in den Wahlkampf ziehen, lässt sich plakativ an einer Personalie festmachen: Sie stellen einen eigenen Kandidaten für das Amt des Bürgermeisters auf: Prof. Dr. Hubert Minkenberg wurde dafür in der Mitgliederversammlung einstimmig nominiert. Der in Hückelhoven geborene Musikpädagoge, der jetzt in Doveren wohnt und Fachbereichsvorsitzender Sozial- und Kulturwissenschaften an der Hochschule Düsseldorf ist, tritt also als Herausforderer des Amtsinhabers mit dem CDU-Parteibuch Bernd Jansen an.

„Ich bin mir darüber im Klaren, dass die 62 Prozent, mit der Bernd Jansen ins Amt gewählt worden ist, nur schwer zu schlagen sind“, sagt der 64-Jährige. Und auch Minkenberg schiebt sofort ein „Aber“ hinterher: „Ich würde mich freuen, wenn ich ein Zeichen setzen könnte.“

Die Zeichen, die er setzen wird, um die Stimmen der Wähler zu gewinnen, stammen aus originär grüner Grundüberzeugung: „Meine Grundthemen im Wahlkampf werden die Mobilität in der Stadt, die Flächenversiegelung im Stadtgebiet und die Stadtentwicklung sein – alles hat ursächliche Auswirkungen auf den Klimawandel“, sagt Hubert Minkenberg, als er sich nach seiner Nominierung den Mitgliedern kurz erklärt. Daneben wird er in seinem Wahlkampf allerdings auch sehr stark die soziale Komponente betonen: „Wenn ich heute Politik machen will, halte ich das soziale Element für unabdingbar. Die Stadt lebt nur durch und mit der Solidarität ihrer Bürger.“

Der Mensch Hubert Minkenberg will sich nicht verbiegen lassen, wenn er jetzt auch zum Politiker Hubert Minkenberg wird: „Auch in meinem Beruf geht es mir immer darum, Musik für sozial Schwache zu machen. Das ist mir sehr wichtig.“

(kalauz)
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