Erkelenz: Hohenbusch: Gedruckte Geschichte aus dem 15. Jahrhundert

Erkelenz: Hohenbusch: Gedruckte Geschichte aus dem 15. Jahrhundert

Der Heimatverein hatte im vorigen Jahr auf Hohenbusch einige wertvolle Handschriften und Bücher ausgestellt, die dort im Kloster hergestellt worden waren. Das Interesse an den ausgestellten Handschriften war groß. Deshalb wurde eine Seite ausgewählt, die in Originalgröße reproduziert und in einer Auflage von 250 Stück gedruckt wurde.

Auf der Reproduktion sind nicht nur die reich verzierten Handschriften des Schreibers Petrus von Goch zu sehen, der die Schrift 1472 auf Hohenbusch nach den Vorgaben des Autors Johannes Rechlin erstellte.

Das Dokument erzählt eine viel umfassendere Geschichte. Denn auch ein handschriftlicher Vermerk von Constantin von Schönebeck ist erhalten geblieben. Er hatte die Bibliothek des Klosters bei der Auflösung 1801 katalogisiert.

Ein weiterer Vermerk stammt von einem unbekannten Archivar, vermutlich von der Erzbischöflichen Diözesan- und Dombibliothek Köln, die heute im Besitz des kompletten Buches ist, zu dem die Schrift gehört.

Titel des Buches: „Codex 1007“. Dabei handelt es sich um ein „Vocabularius breviloquus“, eine Art Gebrauchsanweisung für den Umgang mit lateinischen Schriften.

Selbst für Lateinkundige ist das Blatt schwer zu lesen. „Es werden viele Abkürzungen verwendet, die es heute nahezu unmöglich machen, den Inhalt zu entziffern“, erklärte der Vorsitzende des Heimatvereins, Günther Merkens, bei der Vorstellung des Druckes in der neuen Geschäftsstelle des Heimatvereins.

Der Druck eignet sich hervorragend als Geschenk, ist sich auch Geschäftsführer Theo Görtz sicher. Die Drucke können für zehn Euro in der Geschäftsstelle über der Stadtbücherei gekauft werden. Sie werden mit einer Mappe verkauft, die weitere Informationen zu dem Druck enthält.

(hewi)