Heinsberg: Hochwasser: Reicht der Schutz aus?

Heinsberg : Hochwasser: Reicht der Schutz aus?

Die Politik hat der Stadtverwaltung den Auftrag erteilt, den Hochwasserschutz für die gesamte Stadt Heinsberg zu überprüfen. Ausgelöst wurde die Entscheidung des Rates von einem Antrag der SPD-Fraktion, die gefordert hatte, die zuletzt stark vom Unwetter betroffenen Anwohner der Jülicher Straße in Dremmen besser vor Hochwasser zu schützen.

Dort, so wurde bei der jüngsten Sitzung deutlich, wird die Stadt aber ohnehin aktiv werden. Ein Entlastungsgraben soll auf einer Ackerfläche angelegt werden. Allerdings erst, wenn das Feld abgeerntet ist. Der Landwirt, der die Fläche von der Stadt gepachtet hat, werde mit seiner Ernte wohl im September fertig sein. Dann könnten die Arbeiten beginnen, hieß es.

Dass man nicht sofort handelt, stieß auf Kritik von Walter Leo Schreinemacher, Freie Wähler. „Die Anwohner haben nun bei jedem Unwetter bis zur Ernte den Schlamm in den Häusern“, sagte er.

Die CDU kritisierte hingegen unter anderem, dass die SPD sich mit ihrem Antrag auf den Ort Dremmen beschränkt habe. Sie forderte, den Hochwasserschutz im gesamten Stadtgebiet auf den Prüfstand zu stellen. Dem folgte der Rat mehrheitlich.

Ende April war es Heinsberg zu unwetterartigen Regenfällen gekommen. Dadurch wurde in Dremmen Schlamm von Feldern einen Hang heruntergespült. Für die Anwohner hatte das erhebliche Schäden zur Folge.

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