Heinsberger Ortsverein stellt Weichen für die nächste Wahl

Neujahrsempfang SPD Heinsberg : Kandidaten für Kommunalwahl 2020 gesucht

Mit einem Blick nach Großbritannien begann Dr. Hans Josef Voßenkaul seine kurze Rede beim Neujahrsempfang des SPD-Ortsvereins Heinsberg in der Gaststätte Köpi-Eck. Zuvor hatte er dazu neben den Vereinsmitgliedern auch Vertreter von DGB und AWO sowie von der IG Schulretter begrüßt.

Die Europawahl in diesem Jahr werde „absolut spannend“ befand er, vor allem mit Blick auf den Brexit. Er hoffe, dass sich die Briten noch einmal besinnen und neu abstimmen würden, dies auch vor dem Hintergrund der aktiven europakritischen Kräfte. „Europa ist die einzige Chance, um in dieser Welt noch weiter vernünftig zu bestehen“, betonte er.

Aber Voßenkaul blickte auch noch ein Jahr weiter nach vorne, zur Kommunalwahl im Jahr 2020. Dafür müssten in diesem Jahr schon die Weichen gestellt werden mit einem Wahlprogramm. „Und wir müssen uns Gedanken machen, wer kandidiert“, sagte er. „Wir können es uns nicht leisten, einen Wahlkreis unbesetzt zu lassen“, rief er die Anwesenden dazu auf, sich schon einmal Gedanken über eine Kandidatur zu machen.

Dass der Wahlkampf schon begonnen habe, sei bei der Ratssitzung in der vergangenen Woche deutlich geworden, fuhr er fort und verwahrte sich vehement gegen die Kritik, die SPD-Stadtverordneten seien „Wadenbeißer“. So hatte sie der CDU-Stadtverordnete Guido Rütten im Internet bei seiner Kritik an der in der Ratssitzung von der SPD beantragten Resolution genannt. Die SPD hatte im Stadtrat beantragt, der Rat möge eine Resolution an die Landesregierung erlassen zwecks Aussetzung des Vollzugs der Satzung Straßenausbaubeiträge, die derzeit noch von Straßenanliegern gezahlt werden müssen. „Das ist nicht der Ton, den wir pflegen! Das ist unterhalb der Gürtellinie!“, empörte sich Voßenkaul.

Helmut Hawinkels trug zum weiteren Programm mit einem gereimten Rückblick auf das Geschehen in der Welt, in Europa und in Deutschland im vergangenen Jahr bei, hatte dabei aber auch die Kreisstadt im Blick. „Dank Grünen und dank CDU, sind jetzt bei uns zwei Schulen zu!“, betonte er. „Wir waren dagegen, haben niemals gewankt! Mal sehen, ob uns das einer dankt.“

Nach seinem Dank an alle Ehrenamtler im Freibad ging’s weiter mit einem Blick Richtung Sportstätten-Bau: „Die Bodenverhältnisse entzogen ihre Gunst, im Klevchen den Schwarzen die ‚Rasenplatz-Kunst‘. Jetzt haben was Neues sie sich ausgedacht, mal sehen ob das nicht wieder Flop macht“, reimte er weiter, sehr zum Spaß seiner Zuhörer. Abgerundet wurde das Programm des Empfangs mit einem traditionellen Hexen, wobei sich alle die vorbereitete Currywurstsuppe schmecken ließen.

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