Heinsberger Jugendmusikschule öffnet Türen für Besuch

Jugendmusikschule : Einblick in Unterricht und Instrumente

„Dann spiel ich ja auf einem Hasen!“ Der junge Besucher beim Tag der offenen Tür der Heinsberger Jugendmusikschule staunte nicht schlecht, konnte er dieses Mal nämlich nicht nur viel Musik hören und Instrumente ausprobieren.

Gekommen war mit Rebecca Otte auch eine echte junge Geigenbauerin. Die ehemalige Schülerin der Jugendmusikschule, die aus Ratheim stammt, zeigte den Gästen des Tages im Detail, wie eine Geige entsteht.

„Ja da ist quasi ein Hase drin“, erklärte sie den interessierten Nachwuchsmusikern, denn der Leim, mit dem die Einzelteile der Geige zusammenhalten würden, bestehe tatsächlich aus Haut und Knochen von Hasen. Bei ihrer Abschlussprüfung nach dreieinhalb Jahren Ausbildung in der Geigenbauschule im bayrischen Mittenwald habe sie sechs Wochen Zeit gehabt, eine Geige zu bauen, allerdings unlackiert. Für die Fertigung eines guten Instruments seien rund 160 Stunden Arbeit notwendig, erklärte sie.

In der Jugendmusikschule Heinsberg habe sie zunächst mit der Geige angefangen, später auch Klavier gespielt, erzählte Rebecca Otte. „Irgendwie hat mich aber das Instrument an sich fasziniert“, betonte sie. Und ein Blick in eine Werkstatt habe sie dann überzeugt, dass dies der richtige Berufsweg für sie sei. „Die Atmosphäre dort hat mich begeistert.“ Heute arbeitet Rebecca Otte in der Geigenbauwerkstatt Holfer in Stolberg.

Über diese interessante Präsentation hinaus konnten sich alle Besucher des Tages der offenen Tür natürlich auch wie in jedem Jahr über das Unterrichtsangebot informieren, in Unterricht reinschnuppern, Instrumente selbst ausprobieren und sich individuell beraten lassen.

Parallel präsentierten sich unterschiedliche Ensembles und Solisten.