Ina Scharrenbach zu Besuch: Heimatministerin hört die Sorgen der Tagebau-Betroffenen an

Ina Scharrenbach zu Besuch : Heimatministerin hört die Sorgen der Tagebau-Betroffenen an

Die NRW-Heimatministerin Ina Scharrenbach besuchte die vom Tagebau Garzweiler betroffenen Erkelenzer Ortschaften. Anschließend traf sie sich im Pfarrheim St. Marien mit Vertretern der im Zweckverband zusammengeschlossenen Kommunen sowie Bürgern aus Holzweiler.

Im Austausch über die Lage im Revier und die Zukunft nach dem Ende der Kohleförderung wurden der Strukturwandel und die Förderung des „Unternehmen Revier“ ebenso besprochen wie die Bemühungen der Bewohner der Tagebaurand-Gemeinden um eine positive Dorfentwicklung. Scharrenbach, deren Ministerium neben der Heimat auch für die Ressorts Kommunales, Bau und Gleichstellung zuständig ist, begrüßte die Initiativen zur Erstellung eines Entwicklungskonzeptes für die Region. Dabei müsse der Fokus auf dem Tagebaurand und seinem Umfeld liegen, da nicht alle Kommunen im gleichen Maße von den Folgen des Tagebaus und des zukünftigen Kohleausstiegs betroffen seien.

Der Braunkohletagebau rückt immer näher an die Ortsgrenzen heran: Ein Dorfentwicklungskonzept ist für Holzweiler deshalb wichtiger denn je. Foto: CUH

Der Erkelenzer Bürgermeister Peter Jansen erklärte den unbedingten Willen der Akteure zur Gestaltung und hob hervor, dass die Hilfe der Landesregierung unabdingbar sei. Er kritisierte die „Windhundrennen“ der Gemeinden um Fördermittel.

Eine regional orientierte Förderung müsse dort ansetzen, wo sie tatsächlich gebraucht werde, erklärte Scharrenbach. Daher gelte es zu gewichten, denn die Anliegen der vom Tagebau Betroffenen müssten zuerst berücksichtigt werden. „Die Landesregierung begrüßt, dass sich die betroffenen Städte zu einem Zweckverband zusammengeschlossen und ein gemeinsames Drehbuch entworfen haben“, betonte die Ministerin. Nun müsse „schnell und zielgerichtet“ agiert werden, um Gebiete für die Wirtschaft in den Kommunen zu entwickeln. Mit Blick auf die Dorfentwicklungskonzepte betonte sie, dass Ideen aus der Bürgerschaft unterstützt und begleitet würden.

Anschließend trug sich die Ministerin in das Goldene Buch der Stadt Erkelenz ein.

Mehr von Aachener Nachrichten