Baesweiler: Harte Konkurrenz beim CAP-Contest

Baesweiler: Harte Konkurrenz beim CAP-Contest

Baesweiler hat seine „Super-Band”: „Ten Tons of Glory”, eine vierköpfige Kombo aus Wassenberg, konnte am Samstag beim CAP Music Contest am Carl-Alexander-Park die Herzen und Ohren der Jury für sich gewinnen. Eine leichte Entscheidung war dies allerdings nicht.

Musikalisch wurde nicht nur viel Abwechslung, sondern auch echte Qualität geboten. Die Region bewies, was musikalisch in ihr steckt.Das Finale, das trotz des unsicheren Wetters als Open-Air-Veranstaltung am Fuß der Bergehalde stattfand, war dabei nur das Ende einer längeren Veranstaltungsreihe. In drei Vorentscheiden im Settericher Malteser Jugendtreff hatten die Bands bereits um die Gunst von Publikum und Jury spielen müssen, nur die Besten durften beim Finale am Carl-Alexander-Park antreten.

Dabei zeigte sich, dass der Wettbewerb nicht nur über die Grenzen der Stadt, sondern auch über die Städteregion hinaus mittlerweile einen guten Namen hat: Mit der Alternative-Band „No fear the Enemy” aus Düren, den Wegberger Progrockern „Grotesk”, der Pop-Punk-Band „Zero Gravitation”, der Hückelhovener Hardcore-Formation „Crucible” und den Alternative-Rockern „Ten Tons of Glory” aus Wassenberg hatten die meisten Bands eine weite Anfahrt. Hinzu kamen die Herzogenrather Metal-Band „A drop in the Ocean”, die Crossover-Band „Bekahoona” aus der Kaiserstadt sowie die Lokalmatadore „Fulsome Grade” eine Alternative-Gruppe aus Baesweiler.

So unterschiedlich die Stile und Heimatorte der Bands auch waren, eines verband die jungen Musiker aus den Kreisen Heinsberg, Düren und der Städteregion: Alle kamen im Durchschnittsalter auf höchstens 21 Jahre und lieferten handgemachte Musik ab, mit Gitarren, Bässen und Schlagzeugen als Hauptwerkzeug.

Um auch den Bands mit weiter Anreise Chancengleichheit zu garantieren, hatten die Organisatoren um den Jugendbeauftragten David Frings den Modus für das Finale allerdings geändert: Während bei den Vorentscheiden noch das Publikum mitentscheiden durfte, lag die Bewertung nun alleine bei einer Fachjury, die in Kategorien wie handwerkliches Können, Virtuosität, Kreativität und Bühnenpräsenz Schulnoten an die Bands verteilte.

Die Wassenberger „Ten Tons of Glory”, die vor „Bekahoona” und „A drop in the ocean” siegten, freuten sich, am Ende die Nase vorn zu haben. „Wir waren sehr überrascht, haben uns aber natürlich auch tierisch gefreut”, verriet Gitarrist Felix, der zudem den anderen Bands ein dickes Kompliment aussprach: „Die Konkurrenz war diesmal noch wesentlich härter als im vergangenen Jahr, daher hätten wir eigentlich nie mit dem Sieg gerechnet.”

Dass sich die Organisatoren am Ende trotz einiger Regenschauer für den Carl-Alexander-Park entschieden, freute auch die Siegerband, denn das Open-Air-Konzert bot auch den Musikern eine besondere Atmosphäre: „Es waren viel mehr Zuschauer da, als wir gedacht hätten. Positiv überrascht hat uns, dass die Leute nicht nur bei ihrer eigenen Lieblingsband, sondern bei allen Bands Party gemacht haben. Von der Organisation her war das alles ohnehin bombig.”