Lambertusmarkt: Große Begegnung mit alten Bekannten

Lambertusmarkt : Große Begegnung mit alten Bekannten

Auch die 44. Auflage des Lambertusmarktes wies alle Zutaten auf, die eine Veranstaltung dieses Formats braucht. Bei den meisten können Organisator Stephan Jopen und seine Mitstreiter selbst die Stellschrauben drehen und so Einfluss nehmen. Zum Beispiel beim Bühnenprogramm, bei dem die Messlatte nach den Erfolgen der letzten Jahre naturgemäß hoch gelegt ist.

Eine weitere Stellschraube sind die Getränkepreise auf dem Markt. Die dürfen nämlich nicht so günstig sein, dass manch einer zu viel tankt, aber auch nicht so hoch angesiedelt sein, dass man gezwungen wäre, sich selbst zu versorgen. Denn dann bekommt man angedroht, des Marktes verwiesen zu werden. Einen ganz entscheidenden Faktor kann man nicht beeinflussen: das Wetter.

Denn zu einem ordentlichen Lambertusmarkt gehört mindestens ein starker Platzregen, zumeist zu Beginn des fünftägigen Veranstaltungsreigens. Das Wetter spielte wie gewohnt mit und ließ es am Donnerstag regnen. Und weil die Erkelenzer das kennen, war der Donnerstag mit Miljö und den Räubern neben dem Samstag der zuschauerreichste Konzertabend auf dem Markt. Auch hier hatte Jopen wieder Fingerspitzengefühl bewiesen und seine guten Kontakte in die Kölner Musikszene spielen lassen.

Am Samstag gehörten Markt und Bühne den Goodfellas. Die Band hat sich in Erkelenz schon einen guten Namen erspielt, und dementsprechend drängten sich die Zuschauer vor der Bühne, als gegen 21 Uhr die rund dreistündige Show startete. Das Erfolgsrezept der Band ist neben der Qualität vor allem die Bandbreite, mit der sie jede Altersgruppe anspricht. Ob freche Punksongs von den Ärzten oder Toten Hosen, Popklassiker von internationalen Stars, HipHop oder Hardrock – jeder findet sich im Repertoire der Goodfellas wieder und seinen Song zum Mitsingen. Das muss sein.

Mitsingen ist eine weitere wichtige Zutat für einen gelungenen Lambertusmarkt. Am Sonntag war dann mit Purple Schulz ein alter Bekannter zu Gast auf der Marktbühne. Bereits vor zehn Jahren gehörte er zu den ersten Künstlern, die Jopen für den Markt engagierte. Das Publikum und die Musik waren ruhiger, mitgesungen wurde bei den alten Hits des Deutschrockers trotzdem.

Die letzte Zutat für einen gelungenen Lambertusmarkt ist dann, wie jedes Jahr, der Große Zapfenstreich, zudem sich die Besucher am Montag noch einmal versammeln. Zum Glück brauchen die Erkelenzer aber nicht lange zu warten, wenn Kirmes, Markt und Bühne abgebaut sind. Denn am 7. Juli ist beim Niederrheinischen Radwandertag wieder Remmidemmi auf dem Markt.

(hewi)
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