Schwerpunkteinsatz der Bundespolizei: Grenzüberschreitende Fahndung endet mit 18 Strafanzeigen

Schwerpunkteinsatz der Bundespolizei : Grenzüberschreitende Fahndung endet mit 18 Strafanzeigen

Bei einem groß angelegten Fahndungseinsatz der Bundespolizei im Raum Heinsberg wurden zwischen Dienstag und Donnerstag über 460 Personen und über 240 Fahrzeuge kontrolliert.

„Wir haben den Fahndungsdruck im Grenzgebiet zu den Niederlanden erhöht und bleiben so weiterhin für potenzielle Straftäter unberechenbar,“ so der stellvertretenden Inspektionsleiter der Bundespolizeiinspektion Aachen, Polizeioberrat Sven Nestler.

Bereits im April hatte die Bundespolizei gemeinsam mit Landespolizei, der belgischen Polizei sowie dem Zoll einen Schwerpunkteinsatz „Fahndung" in der Eifel durchgeführt. Nun arbeiteten die Beamten erneut zusammen, diesmal im deutsch-niederländischen Grenzgebiet im Raum Heinsberg.

Im Fokus der Fahndungsmaßnahmen stand insbesondere die grenzüberschreitenden Kriminalität, wie illegale Migration und Suchlesung, Auto-Diebstähle, Wohnungseinbrüche, Verkehrsvergehen, Geldwäsche, Steuerbetrug sowie Verstöße gegen das Betäubungsmittelgesetz.

Von Dienstag bis Donnerstag waren täglich bis zu 100 Einsatzkräfte von Bundespolizei, der Königlichen Marechaussee, der Landelijke Eenheid Afdeling Zuidost sowie der Kreispolizeibehörde Heinsberg und des Zolls beteiligt. Sie kontrollierten insgesamt über 460 Personen und über 240 Fahrzeuge.

Täglich bis zu 100 Einsatzkräfte kontrollierten über 460 Personen und über 240 Fahrzeuge. Foto: Bundespolizei

Mit diesem intensiven Einsatz erzielten die Beamten einige Erfolge: Zwei Personen wurden verhaftet, nachdem bei ihnen ein Kilogramm Marihuana im Schwarzmarktwert von mehreren tausend Euro gefunden wurde. Kurze Zeit später wurden durch Kontrollbeamte des Zolls 10 Gramm Kokain und 18 Gramm Marihuana bei einer Person aufgefunden.

Die Landespolizei vollstreckte außerdem einen Haftbefehl der Staatsanwaltschaft Krefeld wegen Fahrens ohne Führerschein. Da der Betreffende die Geldstrafe von 600 Euro bezahlen konnte, blieb ihm eine 30-tägige Haftstrafe erspart.

Unter anderem wurde über ein Kilogramm Marihuana beschlagnahmt. Foto: Bundespolizei

Durch die Staatsanwaltschaft Aachen wurde eine Sicherstellung von über 2,5 Kilogramm einer „unbekannten organischen Substanz“ angeordnet. Hier lag der Verdacht eines Verstoßes gegen das Betäubungsmittelgesetz vor. Die Ermittlungen dauern noch an.

Während des 3-tägigen Einsatzes wurden außerdem drei Personen, die unter Alkohol- oder Drogeneinfluss gefahren waren, aus dem Verkehr gezogen. Insgesamt konnten die Polizisten acht Fahndungsersuchen nachgehen, 18 Strafanzeigen stellen und zahlreiche Ordnungswidrigkeiten ahnden. Neben den hier erläuterten Fällen wurden Verkehrs- und Versicherungsvergehen, ein unrechtmäßig mitgeführter Schlagring, sowie der Besitz von geringen Mengen an Marihuana verzeichnet.

„Letztendlich war der Fahndungseinsatz ein wichtiger Beitrag der Bundespolizei und ihrer Kooperationspartner,“ heißt es im Polizeibericht. „Er zeigt, wie bedeutsam die Zusammenarbeit zur Bekämpfung der länderüberschreitenden und organisierten Kriminalität ist. Der Dank geht an alle beteiligten Behörden, die zur Sicherheit der Grenzregion beigetragen haben.“

(red/pol)
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