Gleich drei Neuzugänge begeistert aufgenommen

Leo-Küppers-Haus : Gleich drei Neuzugänge begeistert aufgenommen

Über gleich drei Neuzugänge von Gemälden des in Wassenberg geborenen Künstlers Leo Küppers (1880-1946) freut sich die Galerie in seinem Geburtshaus, dem Leo-Küppers-Haus an der Roermonder Straße. Der Heimatverein hat das großformatige Werk mit dem Titel „Schachspiel“ aus Privatbesitz in Augsburg erworben.

Nach der Restaurierung durch Eva Malangré aus Aachen soll es nun noch einen neuen, passenden Rahmen erhalten. Bisher besaß das Leo-Küppers-Haus nur eine Fotografie, die dieses Bild zeigte.

Dieses Gemälde sei ein Beispiel für die Stilrichtung der neuen Sachlichkeit, erklärte Walter Kurzweg, Kurator der Galerie, bei der Präsentation der Werke. Die neue Sachlichkeit, die Rückbesinnung auf die Welt des Sichtbaren hatte sich als eine führende Kunstrichtung der Weimarer Republik etabliert. Darin verortet ist auch ein zweites, kleineres Werk, das „Stillleben mit Kaktus“, das Kurzweg erworben hat und der Galerie als Dauerleihgabe zur Verfügung stellt. Drittes Werk ist ein Porträt der Ruraue als Winterlandschaft, das die Stadt erworben hat, wie Kurzweg ebenfalls im Rahmen einer Auktion.

So addiert sich die Gemäldesammlung im Leo-Küppers-Haus derzeit auf insgesamt 24 Gemälde. „Und weitere vier erwarten wir noch als Dauerleihgaben aus Nachlässen“, erklärte Kurzweg und wies damit zugleich auf die Raumproblematik hin, die diese kleine Galerie inzwischen hat. „Wir sind einmal klein und fein angetreten, aber wir möchten jetzt groß und stolz werden und auch Museum genannt werden, um auch eine Förderung zu bekommen“, erklärte Kurzweg dazu.

Die von der Stadt erworbene Winterlandschaft wird Teil einer Ausstellung werden, zu der das Leo-Küppers-Haus des Heimatvereins vom 1. bis 15. September in den Bergfried einlädt. „Die Ruraue im Blick der Maler und Fotografen“ lautet ihr Titel. Werke von 14 Malern werden in der Ausstellung zu sehen sein, die einen Blick in die Ruraue über die Zeit hinweg von Jülich bis an die niederländische Grenze bei Heinsberg-Karken ermöglichen. Gezeigt werden Werke von Richard Burnier, German Grobe, Jean Grothe, Leo Küppers, August Lentz, Helmut Liesegang, Henry Lot, August Lüdecke-Cleve, Walter Ophey, Hubert Plücken, Alfred Rasenberger, Michel Saran, Will Völker und Paul Wollenweber.

Auf der zweiten Ebene des Bergfrieds zeigt die Ausstellung zudem aktuelle Fotografien von Hans-Josef Jansen und von Eric Hermanns, Mitglied der AG Auenherz im Heimatverein. Hinzu kommen Fotografien, die aus dem Anfang des 20. Jahrhunderts stammen und noch die alte Rurbrücke in Orsbeck zeigen. Eröffnet wird die Ausstellung am Sonntag, 1. September, um 11 Uhr. Bis zum 15. September ist sie dann jeweils sonntags von 14 bis 18 Uhr geöffnet. Für das Jahr 2020 will der Heimatverein einen Kalender mit Motiven aus der Ausstellung veröffentlichen.

(anna)
Mehr von Aachener Nachrichten