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Volksbank Heinsberg eG: Geschäftsentwicklung im Plan und Gespräche über Fusion

Volksbank Heinsberg eG : Geschäftsentwicklung im Plan und Gespräche über Fusion

Die Volksbank Heinsberg eG konnte bei ihrer Vertreterversammlung, die coronabedingt in diesem Jahr in einer digitalen Form stattfand, von einer positiven Geschäftsentwicklung berichten.

Nach der Begrüßung der Vertreter durch den Aufsichtsratsvorsitzenden Bernd Krückel teilte Vorstandsmitglied Dirk Cormann mit, dass die Volksbank das abgelaufene Geschäftsjahr 2019 insbesondere mit Blick auf die besonderen Herausforderungen gut gemeistert habe.

Die in vielen Lebens- und Wirtschaftsbereichen zunehmende Komplexität erfordere Fachwissen und ein hohes Maß an Zuverlässigkeit und Flexibilität. „Dieser Aufgabe stellen wir uns als regionale Bank täglich aufs Neue, in dem wir die sich verändernden Kundenwünsche schnell identifizieren und in passgenaue Produkte und Dienstleistungen übersetzen“, so Dirk Cormann zum unternehmerischen Handeln der Bank.

Parallel zu der Optimierung der Beratungsstruktur verfolge die Volksbank Heinsberg weiterhin eine Doppelstrategie. „Einfach, schnell, immer und überall online erreichbar sein, ergänzt durch das unverzichtbare persönliche Gespräch vor Ort – immer dann, wenn Mitglieder und Kunden es wünschen“, so Dirk Cormann.

Bilanzsumme gestiegen

Eine der im Rahmen der digitalen Versammlung eingereichten Fragen aus den Reihen der Vertreter zielte auf den Umgang der Bank mit dem Thema Negativzinsen ab. „Mit der Einführung von Negativzinsen, die im Firmenkundengeschäft bereits an der Tagesordnung sind, ist künftig auch im Bereich des Privatkundengeschäfts zu rechnen. Allerdings werden wir dieses Thema mit dem nötigen Augenmaß behandeln. Gemeinsam mit dem Kunden wird der Berater nach möglichen Alternativlösungen suchen“, so Volksbank-Vorstand Dirk Cormann.

Den Part, die wirtschaftliche Entwicklung der Volksbank in Zahlen zu erläutern, übernahm Vorstandsmitglied Kurt Hauser. Die Bilanzsumme stieg im Geschäftsjahr 2019 um 6,1 Prozent auf 1,489 Milliarden Euro. Hintergründe dieser Entwicklung sieien vor allem das Wachstum der Kundeneinlagen und die Steigerung im Kreditgeschäft. Trotz des nahe bei null liegenden Zinsniveaus verzeichnete die Bank auf der Passivseite bei den Kundeneinlagen noch einen beachtlichen Zuwachs von 54,7 Millionen Euro. Insgesamt stieg das Kundenbetreuungsvolumen erstmals über 3 Milliarden Euro.

„Die Kapitalbasis durch die Erhöhung der Geschäftsguthaben zu stärken, insbesondere aber das Kernkapital unserer Volksbank Heinsberg eG, liegt im Fokus von Vorstand und Aufsichtsrat“, beschreibt Hauser die aktuelle Situation. Damit gewährleiste man auch künftig, gestärkt allen Anforderungen der Bankenaufsicht zu entsprechen und die Kreditwünsche von Mitgliedern und Kunden erfüllen zu können.

Vor dem Hintergrund des Zinsumfeldes und der sukzessiven Erhöhung der Kapitalbasis schlugen Aufsichtsrat und Vorstand vor, künftig eine Dividende von zurzeit bankenüblichen 3 Prozent zu zahlen.

Die geschäftliche Entwicklung der Bank im aktuellen Jahr beschrieb Volksbank-Vorstand Kurt Hauser als zufriedenstellend. „Das Wachstum im Kreditgeschäft und die Entwicklung des Gesamtvolumens liegen im Plan, in Teilen sogar darüber“, erläutert er. Man rechne in Anbetracht der aktuellen Zinssituation allerdings für die kommenden Jahre mit einem weiter rückläufigen Zinsüberschuss.

Auch die Auswirkungen der Corona-Pandemie werden unter Umständen zu ungeplanten Aufwendungen im Bewertungsergebnis führen, so Kurt Hauser. Hier rechne die Bankenbranche insgesamt mit erheblichen Spätfolgen. Aufgrund der regionalen Kundennähe habe die Volksbank Heinsberg allerdings schnell auf die aktuell außergewöhnliche Situation reagieren können, um gemeinsam mit dem Kunden einen möglichen Weg aus der Krise zu finden.

Regionale Identität wahren

Zu einer möglichen Fusion mit der Aachener Bank eG befinde man sich, so Kurt Hauser, weiterhin in intensiven und vertrauensvollen Gesprächen mit den Vorstandskollegen des Aachener Hauses. Den Vorständen und Aufsichtsräten beider Häuser liege dabei die Wahrung der regionalen Identität beider Genossenschaftsbanken besonders am Herzen. Dies geschehe vor allem unter Beibehaltung der lokalen Präsenz sowie der weiteren Verbesserung von Beratung und Kompetenz vor Ort.

Bei den Wahlen zum Aufsichtsrat wurden Josef Houben, Dieter Königs und Franz Wynands wiedergewählt.