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Gelebte Inklusion im Ju-Jutsu-Club Heinsberg

Gelebte Inklusion : Mattenbester heißt Timo Günther

Neun Sportler, ein Ziel: die Prüfung bestehen! Als sich die Ju-Jutsu Sportler des Ju-Jutsu-Club Heinsberg zur Gürtelprüfung trafen, wollten neun hochmotivierte Sportler den beiden Prüfern Stefan Pütz (3. Dan JJ) und Jörg Altmayer(2. Dan JJ) zeigen, was sie gelernt haben.

In einer dreistündigen Prüfung konnten die Schüler des Ju-Jutsu-Clubs Heinsberg verschiedene Hebel und Wurftechniken, Schlag- und Trittkombinationen und auch das Abwehren von Waffen wie Stock und Messer demonstrieren. Besonders gut vorbereitet waren drei Kämpfer aus der Kindergruppe, die über mehrere Monate hinweg von Jugendtrainer Marian Erdweg (1. Kyu JJ) auf diese Prüfung vorbereitet wurden. Der 19-jährige Ehrenamtler hatte sich richtig ins Zeug gelegt, wofür von seinen Vereinskollegen bei dieser Gelegenheit gründlich gelobt wurde.

Einer seiner Schüler ist Timo Günther. „Schinner echts a koopf...“. So klingt es, wenn Timo Günther seinen Angriff ansagt, denn Timo hat das Down-Syndrom und drückt sich deshalb anders aus als seine Kameraden. Und trotzdem ist Timo fest integriert ins Trainingsgeschehen. Er ist seit knapp eineinhalb Jahren im Verein. Anfängliche Verständigungsprobleme regelten die Kameraden untereinander zum Beispiel durch Gesten oder Stichworte.

Um so stolzer machte es die Trainer Stefan Pütz und Roland Tillmanns (2. Dan JJ) als die Verkündung vom Prüfungsausschuss kam. Sie lautete: „Alle Sportler bestanden! Mattenbester ist Timo!“

Timo absolvierte sein Programm souverän und äußerst präzise. Mit ihm gemeinsam bestanden die Prüfung zum Gelbgurt Björn Schumacher, Joshua Sator, Melos Kikaj, Len Frenken, Joel Katterbach. Die Prüfung zum Orangegurt bestanden Michael von Helden und Stephanie Günther. Den höchstdekorierten Gürtel in dieser Prüfung erhielt Markus Mix, nämlich den Blaugurt.