Heinsberg/Aachen: Gefährliche Körperverletzung: Zwei Jahre Haft nach Messerattacke

Heinsberg/Aachen : Gefährliche Körperverletzung: Zwei Jahre Haft nach Messerattacke

Ein 26 Jahre alter Mann, der einem anderen ein Messer ins Bein gerammt hat, muss für zwei Jahre ins Gefängnis. So lautet das Urteil des Aachener Landgerichts, nachdem die Staatsanwaltschaft gegen ein erstinstanzliches Urteil des Geilenkirchener Schöffengerichts in Berufung gegangen war.

Der Beklagte, ein Flüchtling aus Marokko, der sich bereits mehrere Vorstrafen wegen kleinerer Delikte eingehandelt hatte, hatte einen zur Tatzeit 27-Jährigen aus Viersen in der Nacht vom 8. auf den 9. Oktober 2016 in einem Heinsberger Lokal mit einem Messer attackiert und schwer verletzt. Dabei war er offenbar betrunken, weshalb Richterin und Schöffen in Geilenkirchen Schuldunfähigkeit nicht ausschließen konnten.

Dennoch wurde der Beklagte damals schon zu sechs Monaten Haft ohne Bewährung verurteilt, allerdings wegen eines im gleichen Verfahren verhandelten Falls von Hehlerei. Nachdem ein Rechtsmediziner gehört worden war, verurteilte das Landgericht den Beklagten nun jedoch auch wegen gefährlicher Körperverletzung.

Auch der Aachener Richter sah von der Möglichkeit ab, die Haftstrafe zur Bewährung auszusetzen, was bei einer Strafe von zwei Jahren noch möglich gewesen wäre. Das Urteil ist noch nicht rechtskräftig, es kann Revision eingelegt werden.

(jpm)
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